Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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den Versammlung, umgeben von deutschen und italischen Grossen, Weihnachten zu Regensburg 960 gefeiert hatte, und schon sehen wir ihn an der Spitze eines mächtigen Heeres, von Adelheid!) begleitet und einem glänzenden Gefolge?) umgeben, über den Brenner°) in die freundlichen Gefilde Lom- bardiens hinabsteigen.

Berengars Sohn, Adalbert, hatte, um Otto den Weg zu verlegen, ein Heer von 60000 Mann an der Etschklause zu- sammengezogen,*) aber dasselbe versagte im entscheidenden Augenblick den Gehorsam und ging ohne den Deutschen Widerstand zu leisten, auseinander, da Willa?) in ihrer Hals- starrigkeit und Herrschsucht die von den Grossen Lombardiens verlangte Abdankung Berengars und Erhebung Adalberts auf den italischen Thron zu hintertreiben gewusst hatte. So konnte Otto nun, nachdem der Weg frei geworden, ohne allen Widerstand nach der alten Königsstadt Pavia ziehen, wo er mit königlichem Glanze das hl. Weihnachtsfest 961 feierte.©)

Von hier brach er im Jahre 962 nach Rom auf, wo er mit königlichen Ehren empfangen und vom Papst Johann XL. am Feste Maria Lichtmess(2. Febr.) zum Kaiser gesalbt und gekrönt wurde.)

Adelheid, die ihn auch hieher begleitete, erhielt zugleich mit ihm die kaiserliche Salbung und Krönung.°)

!) Damberg. IV 950, Jahrb. 13, p. 84.

?) Giesebr. I 455.

®) Giesebr. a. a. O., Dümml. 8323.

*) Dieses Faktum meldet allein der anonyme Chronist von Salerno, Jahrbh. 13 p. 84(A. 6 u. 7), Giesebr. I. 455, Dümml. 326.

°) Giesebr. I 455, Dümml. 826, Jahrb. I 3 p. 84.

®) Cont. Reg. 962.

?) Giesebr. I 456 ff., Dümml. 328 ff., Jahrb. I 3 p. 85 ff.

°) Damberger sagt(IV 955 Amn.)dass Adelh. mit nach Rom fuhr u. dort zur Kaiserin gekrönt wurde, bei welcher Gelegenheit der Abt von St. Maximin zu Trier die Würde ihres Erzkanzlers erhielt, ist gewiss, wenn auch die armseligen Chroniken hierüber schweigen. Aber erzählt nicht Hrotsv. d. g. O. 14811482 und die vita Math. prior 13 klar obiges Ereignis? Dass end- lich Adelh. damals in Rom war, dafür bringt Damberger V 4 Kritikh. 2 ff selbst eine Stelle vor(Catalog. Rom. Pontif. in Cod. Vaticano 1340 u. Ughelli Il 158, efr. auch Giesebr. I 458 u. Dümml. 830. Die Urkunde St. Maximin be- treffend cfr. Stumpf 300.

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