Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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Im Mai 960 wird ihre Anwesenheit in-Kloppen!) bei Mannheim urkundlich bestätigt, wo sie mit ihrem Bruder, König Konrad von Burgund, und ihren Verwandten, Herzog Burchard von Schwaben, zusammentraf.

Hier schenkte Otto auf ihre und Burchards Fürbitte dem Abte Viktor von Dissentis in Graubünden die Kirche in Pfäffikon und einen Hof in Ems.

Von da kehrte sie mit ihrem Gemahl über Köln, wo?) sie in Gemeinschaft mit Bischof Goslin von Toul unterm 4. Juni vom König für das Frauenkloster Bouxieres aux Dames(Buxeria, Benediktinerinnen-Kloster ad S. Mariam in der Diözöse Toul) die Bestätigung der Stiftung und Besitz- ungen des Klosters, sowie das Recht der freien Wahl der jeweiligen Äbtissin erwirkte, nach Sachsen zurück.

So hatte denn zuletzt Adelheids Partei überall den Sieg errungen, wohin man auch schauen mochte, überall war sie ans Ruder gekommen, überall hatten ihre Widersacher zurück- weichen müsen, keiner von den Teilnehmern an der letzten Verschwörung bekleidete mehr irgend eine bedeutende Stelle im Reiche.

In Sachsen?) herrschte ihre Partei unter Herzog Her- mann, ÖOttos Verwandten, in Bayern*) unter Heinrich II, dem Sohne Heinrichs I., in Schwaben°) unter Burchard, dem Schwager Heinrichs IL, und Oheim Adelheids, in Burgund, unter Adelheids Bruder König Konrad, in Frankreich durch den Einfluss des Erzbischofs Bruno°) von Köln, des Bruders Ottos und Herzogs von Lothringen, sowie unter den Nach-

!)Die Lage des Ortes ist zweifelhaft, doch scheint die Wüstung Klop- pen dem Namen nach noch am meisten zu passen. Andere dachten an Kost- heim Dümml. 312 A. 3,

Der Ausstellort heisst nach Mohr Cod. dipl. I 78Clofheim, nostro palatio, nach Eichhorn Ep. Cur.(Episcopatus Curiensis in Rhaetia) 28: Gofheim

Böhmer 234 entscheidet sich für Kostheim bei Mainz.

Stumpf lässt es unentschieden 270, ob an einem Ort Glosheim bei Mann- heim, oder an Kostheim bei Mainz zu denken sei.

2).Dümml. 312 A. 4, St. 273.

>) Jahrb. 13 p. 71.

*) Giesebr. I 431.

5) Giesebr. I 412. £=13_°) Cfr. vita Brunonis 39 und Giesebr. I 435.