Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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Land um Deventer schenkt, nach Sachsen zurückgekehrt sein, um daselbst längere Zeit zu verweilen.')

Das nächste Jahr sollte ein neuer, herber Schicksals- schlag ihr bereits vielgeprüftes Herz treffen: 2 Tage nämlich nach Liudolfs Tode, also am 8. September 957 starb wahr- scheinlich in Magdeburg auch ihr zweiter Sohn Brun,?) so dass von den drei Söhnen, die sie ihrem Gemahl Otto ge- boren hatte, nur noch der jüngste, Otto, mehr übrig blieb.

Otto, der die Trauerbotschaft auf einem Feldzug gegen die Redarier erfahren hatte,°) kam gegen Ende November nach Hause zurück, um die trauernde Gattin zu trösten.

Seine Anwesenheit in der Heimat ist wenigstens für diese Zeit urkundlich beglaubigt, indem er am 26. November 957 zur Pöhlde auf das Fürwort Adelheids, sowie auf das Gutachten der Bischöfe Ulrich von Augsburg und Hartberg von Chur dem Kloster Pfäfers in der Schweiz Immunität und Wahlrecht verleiht.*)

Um Peter und Paul 953 finden wir Adelheid und Otto in Paderborn.

Hier schenkt der Kaiser auf ihre und seines Bruders, Erzbischofs Bruno, Bitte am 25. Juni dem Frauenkloster S. Oyriaci zu Gesecke(sädw. von Paderborn) die Malheuer in der Mark Gesecke.°)

Das Jahr. 959 verlebte Adelheid wohl in Sachsen, wie auch Otto den grösseren Teil desselben in diesem Lande zu- brachte.®)

') Nach B. v. 214 ff, St. v. 245 ff. an zu schliessen. Am 12. Dezember 956, wird Ihres Aufenthaltes in Memleben gedacht. Otto schenkt daselbst auf ihre Fürbitte der Kirche zu Magdeburg seinen Besitz zu Rockstedt. Sick 187,

?) Necrolog. Fuldense(Leibnitz Il 764) a. 957: Brun parvulus filius regis VI. idus Septemb.(moritur) Jahrb. I. 3 p. 604.9.

3) Cfr. Jahrb. 13 p. 61. Es ist zwar bei Wid. III 58 nur die Rede von einem Briefe, der die Nachricht von Liudolfs Tod überbringt. Übrigens wird dem König dahin auch die Kunde vom Verscheiden seines Söhnchens über- bracht worden sein.

Die Redarier wohnten im heutigen Grossherzogtum Meklenburg-Strelitz in der Uckermark und um Stettin. Sie waren ein Nebenstamm der Wilzen. (Damb. IV Kritikh. 281)

4) Sickel Urkunden 188.

5) Damb. IV 899, Kritikh. 283, St. 258, B. 221, Sick. 196,

°) Dümml. 309, efr. Urkunden bei.B. u, St. für das Jahr 959,