Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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zum zweitenmal in Deutschland eingefallen und das erstemal von Liudolf und Konrad sogar unterstützt worden waren, Liudolf hingegen starb!) zwei Jahre(den 6. September 957) später mitten im siegreichen Kampfe gegen Berengar in Oberitalien; Erzbischof Friedrich von Mainz war schon den 25. Oktober 954 verschieden.?)

Adelheid war(953) anfangs dieser Wirren mit Otto?) wohl von Mainz aus über Köln nach Dortmund gereist, wo das hl. Osterfest in Gemeinschaft mit Ottos Mutter Mathilde gefeiert wurde, und dann über Köln nach Sachsen gegangen, wo sie als dem für sie sichersten Aufenthaltsorte während dieser sturmbewegten Zeit auch verblieb.

Eine neue Periode*) bricht nun mit Bewältigung dieses Aufstandes an in Ottos Regierung.

Liudolfs und Konrads, des Sohnes und Eidams, Einfluss auf die Reichsgeschäfte ist vernichtet.

Dagegen erhebt sich mehr und mehr zu einer einfluss- reichen Stellung, die junge Königin Adelheid samt allen, die sich ihrer Gewogenheit erfreuten; zumal Heinrich und Brun sind unter jenen, die am Hofe viel galten.

Indes konnte sich Heinrich?) wenigstens dieser seiner einflussreichen Stellung nicht mehr lange erfreuen; schon am

!) Liudolf, geb. 930(nach Widuk. III 1), wurde 946(Todesjahr seiner Mutter Editha) von Otto zu seinem Nachfolger im Reiche ernannt(Widuk. a. a. O.); 949 mit Ida, Tochter des Herzogs Hermann vonSchwaben vermählt(Wid. III 6), folgte er seinem Schwiegervater als Herzog von Schwaben(Wid. a. a. O.); 953 auf dem Reichstage za Fritzlar abgesetzt, starb er, von seinem Vater, mit dem er sich vollkommen ausgesöhnt hatte, nach Italien gesendet(vita Brunonis c. 35), 6. Sept. 957 zu Pombia im Gebiet von Novara mitten in seinen Siegen gegen Berengar am Fieber, wie die St. Galler Annalen a. 957 erzählen, Arnulf Mediolan. I 1 berichtet, es sei von Vergiftung durch Berengar die Rede gewesen. Über diesen Zug Liudolfs nach Oberitalien efr. nach Dümmler 285 ff., Giesebr. I 451 ff., Jahrb. I 3 p. 57 ff. gegen Thietm. II 6.

Sein Leichnam fand seine letzte Ruhestätte in der St. Albanskirche zu Mainz, wo bereits seine Schwester Liutgarde bestattet war.(Widuk. III 57.)

2) Cont. Reg. 954. Wid. III 41, Dümml. 240. An Friedrichs Stelle wurde Erzbischof von Mainz Wilhelm, der Sohn des Königs u. einer vornehmen Wendin.

®) Cont. Reg. 953.

*) Giesebr. I 429.

5) Giesebr. I 430; begraben liegt Heinrich in der von ihm neuerbauten Liebfrauenkirche zu Niedermünster in Regensburg. Thiet. II 25, Dümmler 267.