Aufsatz 
Kaiserin Adelheid, Gemahlin Ottos I. des Großen
Entstehung
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alle Gaue des aufblühenden Reiches hintrug, in nächster Bälde seinen Anfang nehmen sollte.

Im Dezember 952!) treffen wir Adelheid mit ihrem Ge- mahl in Frankfurt, wo sie das hl. Weihnachtsfest mitsammen feierten; von da reiste sie mit Otto nach dem Elsass.

Hier harrte ihrer eine grosse Freude; denn hier sah sie nach langer Trennung wieder ihre geliebte Mutter Bertha, die von Otto bei dieser Gelegenheit ein namhaftes Geschenk er- hielt, nämlich die von Lothars I. Gemahlin Jrmingard gestif- tete Frauenabtei zu Erstein.?)

Auf dem Rückweg?) verweilten sie länger in den frän- kischen Pfalzen und gingen dann nach Ingelheim, wo sie mit Herzog Heinrich Ostern zu feiern gedachten.

Doch hier hielt sich der König, der nun allmählig die Gefahr, in der er schwebte, erkannte, nicht mehr für sicher genug,*) er eilte daher mit seiner Gemahlin nach Mainz, wo sie auch die Bürger der Stadt teilten bereits die Gesin- nung ihres Erzbischofs gegen Otto indes in einer eines Herrscherpaares unwürdigen Weise erst nach längerem Warten vor den Thoren der Stadt Einlass fanden.

Auf Veranlassung des Erzbischofs Friedrichs, der Otto und seine Gemahlin mit anscheinender Unterwürfigkeit em- pfangen hatte, kamen nun sofort auch Konrad und Liudolf, nach Mainz.°)

zudeuten wagt, im Verkehr mit Heinrich auch nur einen Augenblick ihrer Würde als Frau und Königin sich begeben hätte, das anzunehmen verbietet nicht blos der untadelhafte Charakter, den Adelheid während ihres ganzen, Lebens constant bethätigt, sondern auch nochganz besonders der Umstand, dass sich nach diesen Richtungen hin nichı eine einzige belastende Stelle irgend eines Schriftstellers dieser Periode anführen lässt.

Im Gegetheil weist Hrotsv. de g. O. 678 ff, z. B. was den letzteren Punkt betrifft, ausdrücklich darauf hin, dass Adelheids Verhältnis zu Heinrich ein durchaus reines und von den unveränderlichen Normen der Sitte und Ehrbarkeit geregeltes und bestimmtes gewesen ist.

Das wollten wir auf Leos Bemerkungen erwidern.

!) Giesebr. I 392, Damb. IV 825, 827.

2) Cont. Reg. 953. Erstein liegt zwischen Strassburg und Schlettstadt an der Jll.

5) Giesebr. I 392 ff, Jahrb. I 3 p. 18, Dämml. 215{f.

4) Cont. Regin. 953.

5) Giesebr. I 393 ff, Dümml. a. a. O., Jahrb. 13 p. 19 ii.