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eren und nachhaltigeren Eindruck aus, als Liudolf ohnehin schon längst von derartigen Befürchtungen rücksichtlich der Nachfolge in der königl. Würde gequält und gepeinigt wurde.
harte, als ihr heilsame(Odilo ep. Ad. 2) Schule des Leidens, die Schule der schuldlosen Anfeindung, der härtesten Mühsale und Entbehrungen.
In Deutschland soll nach Leo„Adelheid die Familie Ottos mit Zwist erfüllt, ihre beiden Stiefkinder Liudolf und Liutgarde auf alle Weise gekränkt haben.“
Auch diese Behauptung Leos muss zurückgewiesen werden, da sie eben- falls jeglicher Begründung entbehrt.
Wenn Liudolf von Adelheid wirklich auf alle mögliche Weise gekränkt worden ist, warum heklagt er sich denn dann nie über Adelheid?
Er beschwert sich wohl nach den Quellen über Heinrichs Umtriebe und Feindseligkeiten; diesem gilt der Krieg, diesem die Fehde; aber er schweigt inbetreff Adelheids, gegen sie weiss er keine Klage, keine Beschuldigung vor- zubringen. Dieses Verhalten Liudolfs sieht denn doch keinem Beweise gleich für die Richtigkeit der- Behauptung Leos.
Was dann Liutgarde betrifft, so wissen wir ebenso wenig, dass sie von
delheid gekränkt worden wäre}
Allerdings war das Verhältnis zwischen Konrad und Liutgarde, den beiden Gatten, zuletzt kein gutes, aber daran war nicht Adelheid, sondern ein ngerechtfertigter Verdacht Konrads gegen seine edle Gattin schuld.')
1) Cfr. Thietm. II 24; Annalista Saxo zu 950(wohl aus Thiet- mar genommen). Damb. IV 826, Anm. u. Kritikh. 263.
Ebenso wenig ist von irgend einem gleichzeitigen Geschichtsschreiber unter Anführung entsprechender Beweise überliefert, das Adelheid den Herzog Konrad auf alle Weise gekränkt habe. Doch! Leo sagt ohnehin nur„scheint“.
Adelheid soll ferner nach Leo durch fortgesetzte Intriguen und Feind- seligkeiten den Krieg der Söhne gegen den Vater heraufbeschworen haben.
Hätte Leo statt Adelheid— Herzog Heinrich?) von Bayern gesetzt, so würde ihm niemand widersprechen: so aber ist es doch eine sehr grosse historische Unrichtigkeit, was jener an sich so verdienstvolle Geschichts- schreiber a. a. St. behauptet hat.
2) Cfr. Cont. Reg. 953, Damberg IV 825 ff, Dümmler 268, Giesebr 1 393, Jahrb. 1. 3, p. 19.
„Als Berengar nach Augsburg kam“ heisst es bei Leo,„scheint sie es vorzüglich gewesen zu sein, die Berengar kränkte, theils um an ihm sich zu rächen, theils um dadurch Konrad, ihrem Stiefschwiegersohn, der Berengar empfahl, wehe zu thun.
Berengar muste mehrere Tage warten, bis er Gehör bekam. Jn Gegen- wart der Bischöfe von... bekannte sich Berengar als Ottos Lehensmann und erhielt Italien als abhängiges Königreich zurück“.
Zunächst ist auf diese Auslassung zu bemerken, dass Leo die Tage von Magdeburg(nach Ostern 952) und Augsburg(anfangs August 952) konfundiert- In Magdeburg, nicht in Augsburg hatte Berengar drei Tage warten müssen,


