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neuert und der früher von ihm so tief und schwer gekränkten Königin!) feierliche Abbitte ob aller, ihrer zugefügten Un- bilden geleistet hatte, das italische Königreich zurück, doch musste er sich zur Zahlung eines jährlichen Tributes?) und zur Verzichtleistung°) auf das alte Herzogtum Friaul ver- stehen, das jetzt mit Bayern, dem Herzogtume des durch die königliche Gunst so einflussreichen Heinrich, vereinigt wurde.
Otto hätte allerdings auch ganz abgesehen von den Machinationen Heinrichs, in Magdeburg das zwischen Beren- gar und Konrad ohne sein Wissen getroffene Abkommen nicht ohne weiters annehmen und gut heissen können, hatte er doch bereits selber den Titel eines Königs von Italien an- genommen*) und als solcher im eroberten Lande gewaltet; nichts desto weniger fühlte sich Konrad tief beleidigt?) durch die daselbst erfolgte Beanstandung der seinerseits dem Beren- gar gewährleisteten Zusicherung.
Sogar die zu Augsburg°) offenbar nur aus Rücksicht auf Konrad königlicherseits erfolgte Koncession, wornach Berengar Italien, wenn auch in verkleinertem Umfang, zu- rückerhielt, konnte die zwischen König Otto und seinem Eidam entstandene Verstimmung nicht mehr beseitigen.
Dem König und zumal dessen Bruder Heinrich, welch letzterem er ja die Hauptschuld?) seines teilweisen Misser- folges zuschreiben zu müssen glaubte, entfremdet, suchte und fand nun Konrad die Freundschaft®) desjenigen Mannes, der ihm bisher feindlich gegenüber gestanden, nämlich des Erz- bischofs Friedrich von Mainz.
Ebenso schloss er?) einen engen Bund mit seinem Schwager Liudolf, der, schon längst durch Hass und Eifer-
') Thietmn. II 3.
2) Cfr. Hrotsv. 717 de g. O.
3) Giesebr. I 390. Das Herzogtum Friaul war damals schon in die Markgrafschaften Istrien, Aquileja und Verona zerfallen. cfr. Dümm!l. 208 nach Cont. Reg. 952.
4) Giesebr. I 882, 388. Jahrb. 13 p. 11 A. 2,
5) Giesebr. I 388, Widuk. III 10.
6) Giesebr. I 3%.
?) Widuk. IIL 10, Cont. Reg. 952.
®) Cont. Reg. 952.
%) Thietm. II 3, Widuk. III 10, 13, Jahrb. 1 3 p. 17, Giesebr. I 389,


