33
In seiner Heimat angekommen, führte Otto seine Ge- mahlin nach Magdeburg, der Ruhestätte Edithas, seinem lieb- sten Aufenthalte.
Freudig wurde hier das hohe Paar begrüsst, freudig wurde hier der jungen Frau, in der man eine zweite Editha zu sehen glaubte, zugejubelt und ihr, der neuen Gebieterin, gehuldigt.
Bald nach Ottos und Adelheids Ankunft in Magdeburg kam Berengar, der!) von Herzog Konrad zu einem Vergleiche?) bewogen worden war, auf den Rat) und in Begleitung*) Kon- rads eben dahin, um die diesbezügliche königliche Bestätigung zu erwirken, doch Herzog Heinrichs Ränke°) verhinderten bei dem König die endgiltige Annahme der zwischen Konrad und Berengar vereinbarten Bedingungen, kaum) dass letz- terer, dem drei Tage lang der Zutritt zum König verschlossen geblieben war, frei und ungehindert heimkehren durfte.
Die Sache sollte,?) so wurde beschlossen, im Sommer desselben Jahres auf einem Reichstag zu Augsburg, wo auch Berengar mit seinem Sohn Adalbert zu erscheinen hatte, nochmals verhandelt und dann endgiltig entschieden werden.
Auch Adelheid mag,°) teils überhaupt aus Misstrauen gegen Berengar, teils im Glauben, ihre Ansprüche auf Italien wahren zu sollen, zu diesem für Berengar ebenso ungünstigen als Konrad verhassten Beschlusse beigetragen haben, wenn sie auch ersterem auf sein dringendes Bitten hin Verzeihung ob der früheren Unbilden gewährte,°)
Erst zu Augsburg(anfangs August 952) 1%) erhielt Beren- gar, nachdem er vor dem König!!) den Eid der Treue er-
!) Giesebr. I. 388, cfr. Dümmler p. 204, Widuk. III 10.
®) Konrad verbürgte dem Berengar das italienische Reich, wofern letzterer sich freiwillig nach Sachsen begebe und Otto zu unterwerfen sich bereit zeige. Giesebr. I. 388.
®) Cont. Reg. 952, Widuk. a. a, O.
4) Hrotsv. d. g. O. 698,
5) Cont. Reg. 952, Widuk. a. a. O.
©) Cont. Reg. a. a. O.
?) Giesebr. I 389, Widuk. III, 10 a. E.
®) Giesebr. I 388 ff., Luden VII 31.
®) Widuk. IIL 10.
1°) Dümml. 205 u. A. 3, Giesebr. I 389.
") Widuk. II 11.


