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35— 40 m über der Kahl. Ihre Lage und ihr petro- graphisches Verhalten sprechen für ein pliocänes Alter.
Wir haben jetzt noch das Aschaff- mit dem Lau- fach- und Bessenbachtale zu betrachten. Die ge- nannten Täler sind in den Diorit-, Granit- und Hauptgneis des kristallinen Spessarts eingeschnitten. Das Aschafftal hat in seinem Oberlauf auch eine breite Talsohle, ähnlich wic die Buntsandsteintäler. Dasselbe ist beim Laufach und Bessenbachtale der Fall. Die Gehänge treten bei diesen Tälern meistens weit zurück. Die Abspülung derselben ist hier viel grösser als im Buntsandsteingebiet. Ueber- wiegt im Gestein der Quarz, so wird das Gehänge plötz- lich steil. Die Quarzpartien, die sehr schwer verwittern, sind schon von weitem durch Hecken und Baumgruppen erkenntlich. Bei dem Dorfe Keilberg ist das Gehänge mit Löss bedeckt. Unter dem porösen Löss ist der Gneis weit mehr verwittert, als an der Oberfläche. Das lässt sich gut auf dem linken Ufer der Aschaff bei Keilberg beob- achten. Der Löss saugt viel Wasser auf und gibt es lang- sam an seine Unterlage ab. Der untere Teil des Aschaff- tales, von der Einmündung der Laufach bis Aschaffenburg, ist nicht von dem Flusse selbst geschaffen worden, sondern gehört einer Vertiefung der alten Rumpffläche an, von der wir schon gesprochen haben. Auch im Laufach- und Aschafftale finden sich Diluvialterrassen, die eine Drei- teilung zulassen und in ihrer Höhenlage mit denen des Kahltales übereinstimmen.
Die Oberterrasse lässt sich auf der linken Seite der Laufach, Laufach gegenüber und links der Aschaff, Hös- bach gegenüber, beobachten.
Die Zwischenterrasse tritt oberhalb von Lau- fach(linke Seite) und am Bahnhof von Laufach ziemlich deutlich hervor.
Die Unterterrasse ist in grösserer Ausdehnung erhalten, so zwischen Frohnhofen und den Weiberhöfen und oberhalb von Hösbach. Hösbach und Frohnhofen sind auf der Unterterrasse aufgebaut.
Diluvialterrassen*) lassen sich auch in den kleinen westlichen Spessarttälern nachweisen. Die von KlIemm erwähnte Grundmorän e**) bei der Aumühle, östlich von Schweinheim, ist eine Diluvialterrasse des Gailbaches.
*) Auf diese Terrassen und auf die des Maintals konnte nicht näher eingegangen werden, weil kein genaues Kartenmaterial existiert.
**) Erläuterungen zu Blatt Schaafheim-Aschaffenburg, S. 40.


