Aufsatz 
Über Oberflächengestaltung im Spessart
Entstehung
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für die Annahme, dass der Oberlauf bereits in der Schichten- tafel existiert hat.

Eine auffallende Erscheinung, die aber nur bei den Abdachungsflüssen des Spessarts zu beobachten ist, ist das plötzliche rechtwinkelige Umbiegen derselben in die Streichrichtung. Viele Bäche auf der Ostseite des Spessarts, wie Rechtenbach, Hafenlohr, Heinrichsbach. Kredenbach und Grüntalbach, folgen zuerst dem Schichten- fall, biegen plötzlich in die Streichrichtung um und fliessen dann wieder der Schichtenneigung entlang. Dieser Er- scheinung liegt eine gemeinsame Ursache, die im Stufen- bau zu suchen ist, zu Grunde.(Vergl. Kap. 5.)

Betrachten wir noch kurz das Verhältnis der Wasserscheiden zudenStufen. Die Wasserscheide zwischen den Flüssen des kristallinen Spessarts und den Abdachungsflüssen bildet die untere Buntsandsteinstufe. Wasserscheide und Stufe fallen also zusammen. Da aber die Stufe beweglich ist, so entsteht die Frage, ob ein Rück- schreiten der Stufe auch immer zugleich eine Rückverlegung der Wasserscheide bedeutet. Das wird ganz von den Ab- dachungsflüssen abhängen. Fliessen diese noch im Bunt- sandstein, dann wird ihr Oberlauf angezapft. Die Kante der Stufe bleibt dann beim Rückschreiten Wasserscheide. Dieser Fall wird einst für den Lohrgrundbach in Betracht kommen. Die Laufach schiebt ihr Quellgebiet immer weiter rückwärts; eine Anzapfung kann hier, bevor der Lohr- grundbach das Grundgebirge erreicht hat, nicht ausbleiben. Auf diese Weise sind die Abdachungsflüsse zurückgedrängt worden. Ein anderer Fall tritt ein, wenn dieselben sich bis aufs Grundgebirge eingeschnitten haben. Ihr Oberlauf wird dann beim Rückschreiten der Stufe bleiben. Dic Stufe verliert dann die Bedeutung als Wasserscheide.