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2. Die Hauptzüge der Oberflächengestaltung; Vollformen.
Der Spessart stellt eine von grösseren Jälern umrahmte und aus der Untermainebene sich steil erhebende Land- schaft dar. Das Innere dieser Landschaft ist von tiefen, breiten Tälern durchfurcht, zwischen denen Teile des Ge- birges stehen geblieben sind. Diese bilden von oben ge- sehen, besonders im Buntsandsteinspessart, ein Haufwerk von schmalen und breiten Höhenrücken, die sich nach Ausfüllung der Täler wieder zu einheitlichen Ganzen ver- einigen und dadurch gewisse für die Oberflächengestaltung charakteristische Züge erkennen lassen, die wir jetzt be- trachten wollen.
Das Grundgebirge des Spessarts erhebt sich steil aus der Untermainebene. Erklimmen wir diesen steilen 250— 300 m hohen Anstieg, so gelangen wir auf eine schwach wellige, nach Südosten sich senkende Hochfläche. Ueber dieser Hochfläche erhebt sich die Schichtentafel (Vergl. Fig. 3) in einer 200— 250 m hohen Stufe. Den Steil- abfall dieser Stufe bilden die Schichtenköpfe des unteren Buntsandsteins. Die Hochfläche dieser unteren Bunt- sandsteinstufe hat auch eine schwache Neigung nach Süd- osten und wird von den Schichten des feinkörnigen Sand- steins gebildet. Gehen wir auf dieser Hochfläche nach Osten, so gelangen wir wieder zu einem 100— 120 m hohen Anstieg. Es ist dies die Stufe des mittleren Bunt- sandsteins, mit welcher der Spessart seine grösste Höhe erreicht. Die mittlere Buntsandsteinhochfläche erreicht nur in dem südlichen Teil des Spessarts eine grössere Aus- dehnung. Hier ist sie vom Röt, der aber keine Stufe mehr bildet, überlagert. Der letzte Muschelkalkrest im Spessart dagegen erhebt sich wieder in einer sehr kleinen, aber doch deutlich erkennbaren Stufe über dem Röt. Die Spessartlandschaft setzt sich also aus mehreren stufen- förmig übereinander liegenden Hochflächen zusammen, die einen hervorstechenden Zug in der Oberflächengestaltung des Gebirges bilden. Wir betrachten jetzt die einzelnen Stufen, besonders die Hochflächen derselben, etwas ein- gehender..
Die unterste Stufe bildet das Grundgebirge. An der jetzigen Oberfläche desselben kann man noch die paläozoische Rumpffläche(alte Rumpffläche), auf welcher die Sedimente zur Ablagerung gekommen sind, erkennen. Diese lässt sich im Gebiet der Glimmerschieferformation


