6.
900
S
10.
11.
— 13—
Mit erneuter Trauer empfing die Anstalt am 15. Juni die Nachricht von dem Dahinschei- den unseres teuren Kaisers und Königs Friedrich III. Zum Gedächtnis desselben wurde vom Rektor in der Schule eine Trauerandacht abgehalten.
Die Trauerfeier für unsern dahingeschiedenen Kaiser Friedrich III. fand am Samstag, den 30. Juni, vormittags 9 Uhr, in der Aula der Anstalt statt. Die Rede hielt Herr Dr. Wolscht.
Dienstag, den 10. Juli, unternahmen Lehrer und Schüler der Anstalt einen Ausflug nach der Siegquelle und dem Lahnhof.
Am Dienstag, den 17. Juli, wurde das Lehrerkollegium durch den Rektor auf Se. Ma- jestät König Wilhelm II. von Preussen vereidigt.
Montag, den 24. September, nachmittag-, veranstalteten die Lehrer der Anstalt mit den Schülern eine Kartoffelbratpartie auf den Johannisköpfen.
Dienstag, den 16., und Mittwoch, den 17. October, beehrte der Herr Geheime Regierungs- und Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer aus Cassel die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Unterricht in allen Klassen bei.
Aus Veranlassung des Geburtstages unseres hochseligen Kaisers Friedrich III. fand am Donnerstag, den 18. October, in der Aula der Anstalt eine Gedenkfeier statt. Die Ge- dächtnisrede hielt Herr Dr. Wilken.
Durch Reskript des Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 11. December 1888 rückte Herr Dr. Wolscht vom 1. October ab in die 4. ordentliche Lehrerstelle der Anstalt auf.
. Durch Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 12. December wurde der
wissenschaftliche Hülfslehrer Herr Moureau zum ordentlichen Lehrer der Anstalt vom 1. October ab ernannt. Die Vereidigung desselben fand am Dienstag, den 18. December,
in der Lehrerkonferenz durch den Rektor statt. Franz Mourceau, geboren am 30. Juli 1856 zu Biebrich a. Rhein, besuchte das Realgymnasium zu
Wiesbaden, von wo er Ostern 1874 mit dem Zeugnis der Reife abging, um auf den Universitäten München,
Giessen
und Strassburg Mathematik, Physik und neue Sprachen zu studieren. Nachdem er an der letztgenannten
Hlochschule die Staats-Prüfung im Februar 1880 abgelegt hatte, leistete er zunächst seiner Militärpflicht Genüge und wurde dann Ostern 1881 Probekandidat am Realgymnasium zu Wiesbaden. Nach Vollendung des Probejahres wirkte er als Hülfslehrer an verschiedenen städtischen und privaten Anstalten, besuchte auch einen Kursus der Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin, und wurde Herbst 1887 als Hülfslehrer am Königl. Realgymnasium zu Wies- baden angestellt.
15.
16.
17.
Montag, den 14. Januar 1889, vergnügten sich an einem schönen Wintertage nachmittags Lehrer und Schüler durch Schlittschuhlaufen auf dem Weiher bei Amalienhütte.
Zur Vorfeier des Geburtstages unseres Kaisers und Königs fand am Samstag, den 26. Januar, vormittags 10 ½ Uhr, in der Aula der Anstalt eine Festfeier statt. Die Festrede hielt Herr Realgymnasiallehrer Harff.
Vom 11. bis 15. Februar wurden die schriftlichen Arbeiten von den Abiturienten Her- mann Klein und Fritz Wagner angekertigt. Die mündliche Prüfung wurde vom Königlichen Prüfungs-Kommissar, Herrn Geh. Rat Dr. Lahmeyer in Cassel, auf Sams-
tag, den 23. März, angesetzt.


