Aufsatz 
Philosophische Gründe für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele / Wilhelm Wiegand
Entstehung
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des Hrabanus theurer Amtsbruder ſowie auch ein treuer Nachfolger auf der Reiſe zur Ewigkeit, mit faſt gleicher Gelehr⸗ ſamkeit und Tugend rühmlichſt gewirkt hat, wiederum ſelbſt kommen zu können, als perſönlicher Dolmetſcher meiner Ge⸗ fühle gegen Euch, gegen Eure Schule, deren Zögling zu ſein ich mich rühme, und gegen Eure freundliche Stadt, die Lieblings⸗ und Grabesſtätte des h. Bonifacius; aber leider verhinderten mich daran die Weite der Entfernung, die unfreundliche Jah⸗ reszeit und meine Geſchäfte. Unter dieſen Verhältniſſen bleibt mir bei meinen Geſinnungen gegen Sie, Ihre Schule und Ihre Stadt, ſowie bei den alten freundlichen Beziehungen zwiſchen Fulda und Worms*) nichts Anders übrig, als Ihnen, ver⸗ ehrter Herr Director, und den würdigen Herrn Collegen hier meine Hochachtung auszuſprechen, und körperlich zwar abweſend,

maxima quaeque de se sponderet. und Hist. Fuld. 1, p. 62: Samuel. In Turoniensi Academia sub Alcuino Magistro Rabani Ruldensis condiscipulus, postmodum ejusdem in Academia Ful- densi conlector, quando in erudienda juventute et conscriben- dis libris ipse vix par erat. Floruit maxime Samuel a. 840. Ouo lempore jam Wormatiensis Episcopus factus, utrique muneri et Pastoris et Magistri plene satisfecit, ut testatur de eo ipse Rabanus carmine XXI.: 3 OQuondam namque meum gaudebam te esse sodalem Inter Lectores, Frater amate mihi Nunc quoque te, gratulor, retinere jura Magistri, Crescere virtute, Patris habere locum. Samuel ſtarb 3 Tage nach dem Tode ſeines befreundeten Studien⸗ und Amtsgenoſſen, am 7 Febr. 856. S. Nr. 21 der Wormſer Zeitung 1856, worin eine kurze Skizze zum 1000 jährigen Gedächtniſſe an den Wormſer Hrabanus, den Biſchof Samuel ec., enthalten iſt. 2 Außer dem innigen Verhältniſſe wiſchen Hraban und Samuel iſt hier zu erwähnen, daß die Abtei Fulda unter Hraban im Worms⸗ gau viele Schenkungen beſaß; daß Karl der Gr. ſowie deſſen Sohn und Enkeln Worms wie Fulda beſonders auszeichneten; unter den Commiſſarien, welche der Kaiſer nach Fulda zur Schlich⸗ tung der Wirren zwiſchen Ratgar und den Mönchen ſchickte, war auch der Wormſer Biſchof Bernhar; beide Städte fanden einen Geſchichtſchreiber an Schannat; Hraban ſelbſt war mit Ludwig dem Frommen in Worms und hat laut der Vorrede ſeines Commentars in Machabaeos einen gelehrten Werfehr mit Gerold, Archidiacon des kaiſerlichen Palaſtes. W.