Aufsatz 
Jüdische und heidnische Zeugnisse über Christus und das Christentum aus den zwei ersten Jahrhunderten vor und im ersten Jahrhundert nach Christus : 2. Teil. Die Zeit der Erfüllung der Sehnsucht
Entstehung
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f. Deutscher Trost, v. Arndt.(Untertert. Kempermann.) 6. Gesang: Hurrah Germania! v. Link. 7. Festrede des Oberlehrers Professor Meister. 8. Gesang: Hoch Kaiser Wilhelm! v. Gartz.

In der ersten Hälfte des April wurden an 11 Tagen in Gegenwart des Directors in den einzelnen Klassen Prüfungen in verschiedenen Unterrichtsgegenständen abgehalten.

Am 10. April wurden die beiden Abiturienten unter dem Vorsitze des Unterzeich- neten als stellvertretenden Königl. Commissarius der mündlichen Prüfung unterzogen.

Am Schlusse des Semesters schied der Hülfslehrer Carl Ruppel aus dem Lehrer- collegium, um die ihm von der hohen Behörde unter dem 10. April übertragene Hülfs- lehrerstelle am Real-Gymnasium zu Wiesbaden zu übernehmen. Derselbe hatte an hie- siger Anstalt im Januar 1876 das Probejahr angetreten, wurde aber schon vor Ablauf desselben im Herbst dess. Jahres mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt, in welcher Stellung er auch weiterhin bis zu seiner Versetzung verblieb.

Die Osterferien währten vom 17. April bis zum 2. Mai exel..

Der Unterricht für das Sommersemester wurde am 2. Mai, Morgens 7/Uhr, eröffnet. An diesem Tage wurde der Oberlehrer Schencki) in sein neues Amt eingeführt.

Theils an dem vorhergehenden Tage, theils an den folgenden wurden von 30 neu angemeldeten Schülern 12, welche durch Privatunterricht vorgebildet waren, oder nicht gleichberechtigte Anstalten besucht hatten, der Prüfung unterzogen; 2 davon bestanden nicht die Prüfung für die Klassen, in welche sie aufgenommen zu werden wünschten und traten daher nicht ein; ausser diesen traten noch 8 von den Angemeldeten nicht ein; ohne Prüfung wurden 12 Schüler aufgenommen, welche bis zum Schluss des letzten Wintersemesters gleichberechtigte Anstalten besucht hatten. Von den 22 neu aufge- nommenen Schülern wurden 2 der Ib, 4 der IIa, 3 der IIb, 4 der IIIa, 4 der IIIb, 3 der IV, 1 der V und 1 der VI zugewiesen.

Durch Verfügung der hohen Behörde vom 24. April war der Hülfslehrer Jehn und ebenso der Candidat O. Ruppel, welcher mit Ablauf des vorigen Semesters sein Probejahr vollendet hatte, bis auf Weiteres mit Versehung einer Lehrerstelle an der hiesigen Anstalt beauftragt.

Der evangelische Religionslehrer Pfarrer Ullrich war während der Osterferien schwer erkrankt und konnte erst am 17. August einen Theil seiner Unterrichtsstunden wieder aufnehmen.

Die Pfingstferien dauerten vom 9. bis zum 16. Juni.

Vom 23. bis zum 27. Juli fand die schriftliche Maturitätsprüfung der 8 Oberprimaner statt.

¹) Garl Schenck, geboren den 22. August 1837 zu Dillenburg, evangelischer Confession, Sohn des verstorbenen Professors Schenck zu Weilburg, besuchte das Gymnasium zu Weilburg von Ostern 1847 bis Ostern 1856 und studirte dann 3 Jahr zu Heidelberg und Bonn Philologie und höhere Naturwissen- schaften. Nach bestandener Staatsprüfung wurde er im April 1861 an der höheren Bürgerschule zu Wies- baden angestellt und am 1. Januar 1863 zum Reallehrer an derselben ernannt. Im Herbst 1864 wurde er als Colloborator an das Gymnasium in Weilburg versetzt, wo er im Herbst 1869 in die 3. und im Herbst 1876 in die 1. ordentliche Lehrerstelle befördert wurde.