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die Basisnöhe um 19 cm kleiner als die Basis. Wie groß sind die Seiten, die Winkel und der Inhalt des Dreiecks? 2) Zwei parallele Geraden und eine dritte Gerade, welche jene schneidet, sind gegeben; man soll ein Quadrat von gegebener Größe so legen, daß zwei seiner Ecken auf die Parallelen und der Schnittpunkt seiner Diagonalen auf die dritte Gerade fällt. 3) Man beschreibt um einen geraden Cylinder von 110 cm Durchmesser und 96 cm Höhe eine Kugel und setzt auf die eine Grundfläche des Cylinders einen geraden Kegel, dessen Spitze in die Kugeloberfläche fällt. Wie groß sind die Inhalte und die krummen Oberflächen der drei Körper?—
Die münqdliche Prüfung fand am 8. März unter dem Vorsitz des Herrn Provinzial- Schulrats Kannegiesser statt; als Vertreter des Schulrats(Kuratoriums) fungierte Herr Dr med. Blumenthal. Von den 24 Schülern der Prima erhielten 23 das Zeugnis der Reife.
Lehrerkollegium.
Mit dem Beginn des Schuljahres trat Herr Heinrich Fladung, bis dahin wissen- schaftlicher Hülfslehrer am Realprogymnasium in Marburg, in gleicher Eigenschaft in unser Lehrerkollegium ein; er wurde am 26. April, bei der Eröffnung der Schule, in sein Amt ein- geführt und übernahm den naturgeschichtlichen Unterricht von VI bis II der Realschule.
Herr Oberlehrer Wertheim mußte bald nach Beginn des zweiten Schulquartals seinen Unterricht wegen Krankheit unterbrechen und wurde bis zum Schluß des Sommersemesters von den Kollegen vertreten. Da er aber auch für das Winterhalbjahr beurlaubt werden mußte, so wurde mit Genehmigung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums der mathematische Unterricht für diese Zeit in folgender Weise geordnet: Herr Oberlehrer Dr. Dobriner über- nahm diesen Unterricht in I, II und III, dem Herrn Dr. Max Joëνl, der am 10. Oktober als wissenschaftlicher Hülfslehrer eintrat, wurde der Unterricht in Mathematik und Rechnen in IVa und IVb, dem Schulamtskandidaten Dr. Levy der Rechenunterricht in V übertragen.
Auch sonst war infolge von Krankheiten Ersat= nötig: Frau Stern mußte im Juni über 14 Tage und später wiederholt ihren Unterricht aussetzen, Frl. Emma Meier fehlte vom 21. August bis zum Schluß des Sommersemesters; die Zahl ihrer Unterrichtsstunden mußte sodann im 3. Quartal um 8, im 4. um 4 wöchentliche Stunden vermindert werden, auch Frl. Josephine Meier und die Kollegen Dr. Brüll und Kunkel waren wiederholt durch Krankheit verhindert. Durch die Bereitwilligkeit der Kollegen ist es jedoch ermöglicht worden, den Unterricht stets regelmäßig zu erteilen, nur äußerst selten ist eine Unterrichtsstunde ausgefallen. 4
Mit dem Schluß des Sommersemesters schied Prl. Sophie Goldberg aus dem Lehrer- kollegium, um in den Stand der Ehe zu treten. Sie wurde im April 1886 als Lehrerin für weibliche Handarbeiten angestellt, hat aber im Laufe der Zeit, wo es erforderlich war, auch andern, insbesondere Turnunterricht erteilt. Wie sie ihre Pflichten stets mit gutem Lehrgeschick, gewissenhaft und liebevoll erfüllt hat, so hat sie unserer Schule, der sie einst als Schülerin angehörte, in ihrer 6 ½ jährigen Thätigkeit als Lehrerin die ersprießlichsten Dienste geleistet und sich im Kollegium und bei ihren Schülerinnen ein achtungsvolles, freundliches Andenken gesichert.— Der von Frl. Sophie Goldberg in der 5. 6., 7. und 8. Mädchenklasse er-


