Aufsatz 
Über Sophokles Aias / von Weismann
Entstehung
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und dem Lehrpensum der Prima vorbehalten, sowie ferner darauf, dass dem Unterrichte in der Naturkunde in Quinta, auf welchen früher nur eine wöchentliche Lehrstunde verwandt wurde, noch eine Lehrstunde, welche dem Lateinischen entzogen wurde, zugelegt, dagegen das naturgeschichtliche Lehrpensum der Ouinta, welches sich früher nur auf die Zoologie(Beschreibung wirbelloser Thiere) erstreckte, auch auf die Anfangsgründe der Oryktognosie(Beschreibung einzelner Mineralien, vorzugsweise nach äusseren Merkmalen) ausgedehnt wurde. Mit dem kommenden Schuljahre wird der allgemeine Lehrplan, gemäss einer weiteren Verfügung der hohen vorgesetzten Behörde vom 12. Januar d. J., noch dahin abgeändert werden, dass der Anfang des griechischen Unterrichts aus Quarta nach Quinta, und in Folge dessen der des französischen Unterrichts aus Quinta nach Quarta verlegt, mithin in Beziehung auf den Beginn des griechischen und französischen Unterrichts die Einrichtung wiederhergestellt werden wird, welche an dem hiesigen Gymnasium von dessen Reorganisation bis Ostern 1850 bestanden hat.

II. Chronik des Gymnasiums.

1. Das Schuljahr wurde am 28. April im Prüfungssaale mit einem von den Schülern gesungenen Chorale(Nr. 2 des Gesangbuches von Dronke und Henkel) und einem von dem Director gesprochenen Gebete eröffnet. Letzterer ermahnte hierauf die Schüler zu gewissenhafter Erfüllung aller ihrer Pflichten und verlas dann die Schulgesetze, deren wesentlichere Bestimmungen er erläuterte. Nach Beendigung dieser Schulfeierlichkeit wurden die seitherigen Schüler für diesen Tag entlassen und mit den neu angemeldeten die Aufnahmeprüfungen vorgenommen. Letztere lieferten leider bei 6 für die Sexta angemeldeten Knaben das Ergebniss, dass denselben wegen mangelhafter Vorbereitung die Aufnahme in das Gymnasium versagt werden musste.

2. Der Unterricht wurde am 29. April begonnen. Die Sommerferien dauerten vom 7. bis zum 28. Juli, die Herbstferien vom 25. September bis zum 13. October, die Weihnachtsferien vom 23. December bis zum 3. Januar.

3. Der regelmässigen und vollständigen Durchführung des Lehrplans trat kein Hinderniss entgegen. In dem Lehrercollegium kam eine Personalveränderung nicht vor. Der Gesundheitszustand desselben war ein im Ganzen erfreulicher, und nur zwei Mitglieder desselben wurden durch erheblicheres Unwohlsein auf drei Wochen, einige andere durch leichtere Unpässlichkeit oder andere unabweisliche Abhaltungen auf einige Tage ihrer Berufsthätigkeit entzogen; woraus jedoch, da die Lehrstunden der verhinderten Lehrer von den Amtsgenossen vertretungsweise besorgt wurden, für den Gang des Unterrichts keine störende Einwirkung hervorging.

4. Der Gesundheitszustand der Schüler darf ebenfalls ein im Allgemeinen günstiger genannt werden. Doch verloren wir durch den Tod einen wohlgesitteten und fleissigen Schüler, den Obertertianer Heinrich Prehler, der im Laufe des Sommersemesters, in der Hoffnung, von mehrjährigem schwerem Körperleiden endlich Genesung zu ünden, zu seinen Eltern nach Grossalmerode zurückgekehrt war und hier am 9. October zu einem besseren Leben abgerufen wurde. Der Director, welcher kurz vor der Eröffnung des Winter- semesters von diesem traurigen, wiewol nicht unerwarteten, Verluste Kunde erhalten hatte, widmete dem Hingeschiedenen, dessen sterbliche Hülle von dem Gymnasium leider nicht zur letzten Ruhestätte geleitet

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