Aufsatz 
Über Sophokles Aias / von Weismann
Entstehung
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c) Quarta. Weitere theoretische Ausführung der bei Quinta erwähnten Abschnitte, nebst Erklärung der Molltonleitern wie sämmtlicher harter und weicher Dreiklänge. Einübung zweistimmiger Lieder. 1 8t. In allen drei Classen wurde derSängerhain von F. u. L. Erk u. W. Greef, 1. Heft, benutzt. d) Classis selecta, welche die geübteren Schüler der drei oberen Classen und einzelne Quartaner umfasste. Vier- stimmige Gesänge, besonders Motetten und grössere Chöre. 1 St. Die für die Selecta, welche aus 79 Schülern bestand, angesetzte Stunde wurde nach Bedürfniss zur Einübung der für den katholischen Gymnasialgottesdienst bestimmten Choralmelodieen des Gesangbuches von Dronke und Henkel verwendet. Gesanglehrer Henkel.

2. Zeichnen. a) Sexta. Geometrisches und perspectivisches Zeichnen gerad- und krummliniger Naturkörper nach der P. Schmid'schen Methode, und Zeichnen in Blätterform verschlungener Linien, nach Vorzeichnungen an der Tafel. 2 St. b) Quinta. Architektonisches Zeichnen der fünf Säulenordnungen sowie Arabeskenzeichnen, nach der Tafel und nach Vorlegeblättern, nebst Anleitung zum Schattiren. 2 St. c) Quarta. Dieselben Uebungen wie in Quinta und überdies Zeichnen malerisch schattirter Gegen- stände nach Vorlegeblättern. 1 St. d) Classis selecta, welche aus 32 Schülern der drei oberen Classen bestand. Vollständige Ausführung von Köpfen, Figuren, Landschaften, Architecturansichten, Thieren u. s. w. mit Bleistift, Kreide, Tusche und Farben. 2 St. Zeichenlehrer Binder.

3 Sehönschreiben. a) Sexta. Uebungen in der deutschen und lateinischen Schrift, indem 34 einzelnen Buchstaben auf der Tafel vorgeschrieben wurden, später nach Vorlegeblättern. 4 St. b) Quinta. Fortgesetzte Uebungen in der deutschen und lateinischen Schrift, nach Vorlegeblättern. 2 St. c) Quarta. Uebungen in der deutschen, lateinischen und gricchischen Schrift, nach den grösseren Vorlegeblättern. 2 St. Schreiblehrer Jessler.

4 Rärperliche Uebungen. Die Leitung der körperlichen Uebungen war für die Dauer des ver- flossenen Schuljahrs, zufolge Ministerialbeschlusses vom 8. März 1851, dem Gymnasial-Zeichenlehrer Binder übertragen worden. Die Turnübungen des Sommersemesters wurden am 8. Mai auf dem Turnplatze des Gymnasiums eröffnet und am 2. September geschlossen. Von der Theilnahme an denselben waren von den 187 Schülern, welche das Gymnasium bei'm Beginne des Schuljahres zühlte, nur 11 Schüler, auf den begründeten Wunsch ihrer Eltern, entbunden worden. Die Turnenden waren in 23 Riegen von je 8 bis 9 Mitgliedern abgetheilt. Die Einrichtung der Turnübungen blieb dieselbe, wie sie im vorhergehenden Sommmer gewesen war, nur dass zu den bisherigen Uebungen noch die an der Streckschaukel und dem schwebenden Reck hinzukamen. Auch in dem verflossenen Sommer haben mehrere Lehrer des Gymnasiums und zwar Dr. Volckmar, Hülfslehrer Gegenbaur und Praktikant Becker mit dankenswerther Bereit- willigkeit sich bei der Beaufsichtigung der turnenden Schüler betheiligt, so dass in allen Turnstunden ausser dem Turnlehrer noch ein Lehrer des Gymnasiums gegenwärtig war, welcher jenen in der Beauf- sichtigung unterstützte. Die Theilnahme der Schüler für die Turnübungen war auch in dem verflossenen Schuljahre eine recht erfreuliche und namentlich verdient der Eifer der meisten Vorturner mit anerkennen- dem Lobe hervorgehoben zu werden. 1

Die körperlichen Uebungen haben in dem verflossenen Schuljahre durch Eröffnung einer Winter- Turnanstalt eine sehr erspriessliche Erweiterung erfahren. Der hiesige Stadtrath hatte nämlich die Güte, dem Gymnasium; welches noch immer eines zur Vornahme der Turnübungen bei ungünstiger Witterung und zur Fortsetzung derselben während des Winters geeigneten Locales entbehrt, den Saal des alten