Aufsatz 
Integration eines bestimmten Integrals durch Reihenentwicklung / von Weis
Entstehung
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Die Weihnachtsferien dauerten vom 23. Dezember mittags bis zum 6. Januar- Am folgenden Tage wurde das 25jährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät des Kaisers und Königs darch einen Schulaktus gefeiert, bei welchem Herr Oberlehrer- Dr. Braun die Festrede hielt und Schüler der verschiedenen Klassen patriotische Ge- dichte und Lieder vortrugen.

Vom 22. bis 26. Februar wurde die schriftliche Entlassungsprüfung, am 17. März die mündliche abgehalten. Die Funktionen des Königlichen Kommissars waren dem. Direktor übertragen worden.

Die Klassenprüfungen wurden in herkömmlicher Weise vorgenommen, und zwar mit der VI am 15. Dezember, mit der V am 22. Dezember, mit der IV am 5. Februar, mit der III2 am 27. Februar, mit der IIIt am 12. März, mit der II2 am 27. März. 1 Störungen des Unterrichts durch Erkrankungen von Lehrern kamen nur selten vor. Herr Brückel musste wegen Erkältung an 7 Tagen seine Stunden aussetzen.

An Kaisers Geburtstag nahmen die Lehrer und Schüler morgens 9 Uhr an. dem Gottesdienst teil, von 10 12 Uhr fand eine Feier in der Aula statt, bei welcher Herr Oberlehrer Gropius die Festrede hielt. Nach dem Aktus wurden die Abiturienten. entlassen.

Personalnotizen über die neu eingetretenen Lehrer.

Adolf Karl Lange, geboren am 20. September 1857 zu Rotenburg a./Fulda, auf dem Gymnasium zu Cassel vorgebildet, studierte von Ostern 1875 ab auf den Uni- versitäten Marburg und Leipzig Philologie und Theologie. Nachdem er am 21. Mürz. 1878 das examen rigorosum vor der philosophischen Fakultät zu Marburg bestanden hatte, wurde er nach Drucklegung seiner Inaugural-Dissertation: De Aeneae commentario polior- cetico(part. 1) am 28. Juni 1878 zum doctor philosophiac promoviert. Am 21. Februar 1879 bestand er vor der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungskommission zu Marburg das examen pro facultate docendi. Ostern 1879 wurde er zur Ableistung des pädagogischen Probejahres dem Königlichen Gymnasium zu Marburg überwiesen. Am 1. Oktober 1879, wurde er als etatsmässiger wissenschaftlicher Hilfslehrer an das Königliche Gymnasium (Lyceum Fridericianum) zu Cassel versetzt; am 19. September 1881 wurde er zum ordent- lichen Lehrer an dieser Anstalt ernannt. Am 2. Jani 1881 hatte er inzwischen vor der theologischen Fakultät zu Marburg das theologische Universitätsexamen(examen pro licentia contionandi) bestanden. Vom 1. Oktober 1885 ab wurde er an das Königliche Gymnasium zu Weilburg versetzt. Durch den Druck veröffentlichte derselbe ausser seiner Inaugural- Dissertation: 1) als Fortsetzung derselben die Schrift: De Aeneae commentario poliorcetico. Berlin bei Calvary& Co. 1879. 2) Animadversiones criticae de Aeneae commentario poliorcetico. Cassel 1883(im Osterprogramm des Königlichen Gymnasiums). 3) De coniunctivi et optativi usu Thucydideo.(Gratulationsschrift des Königlichen Gymnasiums zu Cassel an das Königliche Gymnasium zu Fulda zu dessen Jubiläum, 25. Mai 1885.)

Oscar Schöbe, geboren den 26. Januar 1857 in ELützen, Sohn des Pfarrers Schöbe in Knippelsdorf bei Dahme, evangelischer Konfession, besuchte von Herbst 1869 bis Ostern 1877 das Gymnasium zu Wittenberg und bezog dann die Universität Halle, um Theologie und Philologie zu studieren. Im Januar 1882 bestand er das examen pro.