76„ bedarf keines weiteréen Bel eges, auch nicht die Anwendung. des ày mit Optativ, wofür wir in unserer Sprache das Futurum-
vorzichen. Der Ursprung des Fehlers ist leicht zu erkennen.
Es erfolgté zunächst die Verwechslung von M und N, wie PuI. 1386, nachdem aber MII aus NII. geworden warl, ergab sich die Umbildung von zärν zu zazâ ganz von selbst, weil man nunmehr einen Wunsch der Antigone zu erkennen meinte. Übrigens ist auch die absichtslose Verwechslung von r*α und r4 y, 122&, und zarn d, gerade im NVorsuadg⸗ ung häufig genug, cf. EuM. 458, Op. K. 523, wo ra*ν für ra* νν zu schreiben ist.
So wie der ενoα dden Tod des Hämon gemeldet hatte, verschwand Eurydike stillschweigend von dem Platz vor dem Königspalast. Dem Chor scheint dies bedenklich. Darauf er- widert der ur2)os:
1246: z0 D reA, Xrit, SoAn
X-] TSzvoo ADOOay? S eA 6005 05 Aε ννντ,, ⁶μe bxν 1 ,1 23 D-ꝓαεςαm⁵μμοιωνᷣμνένν?ει 0StOy GrTEvStUy.
A. Nauck hält εεννtν für befremdlich und Blaydes hat sogar dafür saw’iosw, einsetzen wollen. Allein in Aειεναενσν liegt der allerdings vorhandene Fehler der Stelle nicht. Man beachte nur den Gegensatz, und es wird das Schiefe und Unpassende desselben sofort in die Augen springen. Denn was besagt dieser jetzt? Eurydike werde die Wehklage in der Offentlichkeit(s 6w?) nicht für angemessen erachten, sondern werde drinnen im Hause ihre Dienerinnen klagen lassen! Das ist aber weder
Die Verwechslung von M und N hat natürlich ebenso in den lateinischen Autoren manche Störungen veranlasst, z. B. PiAUTUS MEN. .133 R:. Meô malo a mala äbstuli hoc: ad dämnum deferétur.
Es ist unmöglich, dass Menächmus zu gleicher Zeit sich freuen kann, dass er listig seiner Frau die palla entwendet hat, und zugleich den Raub als eigenen Schaden empfinden kann, der ihn so gut trifft wie seine Frau. Im Gegenteil, er will aus dem Nachteil seiner Frau für sich Vorteil ziehen. Es ist demnach vor meo malo die Negation, d. h. NEC vor MEO ausgefallen:.
Nec meo malo a mala abstuli hoc: ad animum deferetur.


