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F. Stipendien und Anterſtützungen.
Von der Königl. Adminiſtration bzhw. von der Königl. Regierung, Abth. für Kirchen⸗ und Schulſachen, zu Caſſel wurden 11, von der Verwaltungskommiſſion 14 dürftige und würdige Schüler von der Zahlung des Schulgeldes befreit.
Das Staatsſtipendium, im Geſammtbetrage von 75 fl., wurde dem Oberprimaner Wilhelm Füller, dem Unterprimaner Konrad Weber und dem Oberſekundaner Auguſt Kraus zu gleichen Theilen verliehen;— von dem Och'ſchen Stipendium im Betrage von 96 fl. erhielten der Unterſekundaner Wilhelm Schäfer 14, der Oberprimaner Joſeph Stanger 12, ferner der Oberprimaner Burkardt, die Sekundaner Herzig, Schuchert und Franz Althaus, die Tertianer Lomp und Nüchter, endlich der Quartaner Stieb je 10 fl.;— das Haberſack'ſche Stipendium zu 24 fl. wurde dem Obertertianer Joh. Schäfer und dem Untertertianer Karl Krick, erſterm mit 14, letzterm mit 10 fl., das Wehner'ſche von gleichem Betrage dem Oberprimaner Fleck und dem Untertertianer Wilhelm Hüfner nit je 12 fl. zuerkannt.
Die von den Herren Domdechant Hohmann, Rentmeiſter Kriſch, Hofapotheker Rullmann und dem kürzlich verſtorbenen Medizinalrath Dr. Wiegand zum Beſten unbemittelter und würdiger Zöglinge des Gymnaſiums auch im verfloſſenen Jahre wieder veranlaßte Sammlung ergab einen Ertrag von 96 fl. 31 kr. Davon wurden 80 fl. zur Unterſtützung von 7 Schülern(drei Pririanern, einem Sekundaner, einem Untertertianer und zwei Quartanern) verwendet, der Reſt aber nebſt den Zinſen der Aktivausſtände zum Kapitalfonds der im Jahre 1852 gegründeten ſog. Wohlthäterſtiftung für dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda hinzugefügt. Dieſer hat ſich dadurch von 1008 fl. 54 kr. 3 hlr. auf 1072 fl. 9 kr. gehoben, wovon 175 fl. bei der Landeskreditkaſſe, 875 fl. bei der Hauptſtaatskaſſe zu 4%, das Uebrige bei der ſtädtiſchen Sparkaſſe zu 3 ½% verzinslich angelegt iſt.
Mögen alle ſeitherigen Gönner und Freunde dem ſchönen Liebeswerke, das bisher ein ſo erfreuliches Gedeihen zeigte, ihr Intereſſe ungeſchmälert bewahren und in weitere Kreiſe verbreiten! Denn noch iſt das Kapital nicht ſo beträchtlich, daß die jährlichen Zinſen allein zur Unterſtützung dürftiger Schüler, deren unſere Anſtalt verhältnißmäßig viele hat, eine namhafte Summe ergäben. Und doch wäre es ſehr zu wünſchen, daß die zu verabreichenden Gaben im Einzelnen etwas anſehnlicher ausfallen könnten.
Auch außerdem wurden ärmere Schüler von Seiten wohlthätiger Bürger durch Freitiſche und auf andere Weiſe vielfach unterſtützt.
Für alle dieſe unſeren Zöglingen erwieſenen Wohlthaten, die Gott reichlich vergelten möge, ſpreche ich im Namen der Anſtalt den herzlichſten Dank aus. Mögen die Empfänger durch Strebſamkeit, Lerneifer und ſittliches Wohlverhalten ſich derſelben allzeit würdig erweiſen! Die Anſtalt ſelbſt aber wird aller genannten und ungenannten Wohlthäter auch in ferner Zukunft noch treu und dankbar eingedenk ſein.


