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1. Gymnaſium Fridericianum.
Nach einem Prüfungs⸗Programme deſſelben vom Jahre 1811 zählte daſſelbe damals fünf Klaſſen. Die Unterrichtsgegenſtände, welche gelehrt wurden, waren außer der Religion, der griechiſchen, lateiniſchen, franzöſiſchen und deutſchen Sprache, Rechnen und Mathematik, kaufmänniſches Rechnen und kaufmänniſche Korreſpon⸗ denz, Geographie und Naturgeſchichte, Naturlehre, griechiſche und römiſche Literaturgeſchichte und klaſſiſche Literatur, Poetik, vater⸗ ländiſche Geſchichte, römiſche Archäologie nebſt Schönſchreiben und freies maleriſches ſowohl, als architektoniſches Zeichnen. Was das höchſte Ziel in den einzelnen Unterrichtsgegenſtänden betrifft, ſo gingen die Schüler der V. oder oberſten Klaſſe im Griechiſchen nicht über die Formenlehre hinaus. Freilich bezeichnet der Präfekt Schenzer auch„die griechiſche Sprache als eine Pflanze, die auf dem Boden des Fridericianums nicht ſonderlich gedeihe“. Deſto weiter kamen die Schüler dagegen in der lateiniſchen Sprache, in welcher die Schüler der Vi nicht nur des Julius Cäſar Bellum Gallicum und Virgils Aenéis laſen, ſondern auch mit einzelnen Stücken aus Salluſt, Plinius Briefen und Curtius bekannt gemacht wurden.— Im Deutſchen erhielten die Schüler der oberſten Klaſſe unter andern Anleitung, die deutſchen Klaſſiker zu leſen. In der Mathematik finde ich als das Penſum der oberſten Klaſſe I. Geometrie: a. Aehnlichkeit der Dreiecke über⸗ haupt. b. Proportionallinien zu finden. c. Verwandlung der Figuren. d. Gegenden aufzunehmen, in Grund zu legen und aus⸗ zurechnen. II. Trigonometrie in Verbindung mit der Geometrie und Arithmetik: a. Vorkenntniſſe und trigonometriſches Maaß nach Chordentafeln. b. Theoretiſche und praktiſche Berechnung der recht⸗ und ſchiefwinklichten Dreiecke. c. Winkel ohne Transporteur trigonometriſch zu meſſen und aufzutragen u. ſ. w.


