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punkte in der deutſchen Geſchichte abgeben. Aus dem ſpäteren Mittel⸗ alter möchten wir beſonders die Blüthe des deutſchen Städteweſens, als eines Inſtitutes, wodurch Deutſchland über alle chriſtlichen Länder, ſelbſt Italien nicht ausgenommen, hervorragt, mit einigen kräftigen Pinſelſtrichen hervorgehoben haben. In den deutſchen Städten des Mittelalters entwickelte ſich ſchnell jeder Zweig des gebildeten Lebens zur ſchönſten Blüthe. In ihnen entſtanden zwar auf kleines berechnete, dennoch aber treffliche bürgerliche Verfaſſungen und Einrichtungen, und von ihnen aus verbreitete ſich ein Bild von Ordnung und eine Liebe derſelben erſt über das übrige Land. Ihr ausgebreiteter Handel half die Welt entdecken; ihren Bund fürchteten die Könige. Die Denkmäler ihrer Baukunſt haben der Zerſtörung von Jahrhunderten getrotzt; die Nachwelt ſteht bewundernd, vor ihnen und bekennt ihre eigene Ohnmacht. In dem XIV. und XV. Jahrhunderte ſind es be⸗ ſonders die großen Entdeckungen des Schießpulvers, des Linnenpapiers, der Buchdrucker⸗ und Kupferſtecherkunſt, welche ſämmtlich von Deutſch⸗ land ausgehend, von dem Scharfſinne und der Erfindungsgabe unſeres Volkes ein glänzendes Zeugniß ablegen. Mit der Reformation, bei welcher der Gegenſatz der deutſchen Nationalität gegen die romaniſche eine große Rolle ſpielt, und den darauf folgenden großen Kriegen beginnt Deutſchland leider von ſeiner hohen Stellung mehr und mehr herabzuſinken, bis es am Ende des XVII. und zu Anfang des XVIII. Jahrhunderts, nahe daran iſt, dem Einfluſſe Frankreichs äußerlich und innerlich zu erliegen. Nachdem Friedrich der Große durch die Siege bei Roßbach und Zorndorf den deutſchen Namen dem Auslande gegenüber wieder zu Ehren gebracht und das geſunkene Bewußtſein der Nation gehoben, folgt die franzöſiſche Revolution und im Gefolge derſelben die Unterjochung Deutſchlands durch Napoleon I. Allein nach kurzer Niederlage erhebt ſich Deutſchland und beſiegt und verjagt ſeinen Unterdrücker. Dieſe letztere Begebenheit verdient mit beſonderer Aus⸗ führlichkeit und Wärme in allen Schulen den gereifteren Schülern


