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Glaube dahero, daß man ſelbigen, doch under ſicheren bedingungen und in eußerl. gehorſams ſchrancken haltenden geſetzen, ihnen gar wohl gratificiren könne.
Doch rathe, umb das ſicherſte zu ſpielen, dahin, daß theologiſche faculteten dicasteria und ministeria darunter im vertrauen con⸗ ſuliret werden mögten.
Resp ad 2. Die andere frage hat ihr klares außgedrücktes „ja“ in oben angeführten reichsfundamental⸗geſetze, allwo die reformirte religion specialissime mit begriffen iſt. Und giebet keine remoram, daß dieſelbige quoad exercitium solenne a. 1624 in der ſtatt nicht recipirt geweſen. Den ſo dieſes wäre, dörfften ſie umb[137] ad⸗ miſſion nicht lang ſuppliciren, ſondern hetten es vigore legis publicae zu fordern, allermaßen dieſe dispoſition nur auf die manutenirung und rechtlich habende fundirte anſprüche gehet, deren ſich aber die reformirte weder bedienen könne, wenigers dörffen.
Einem magiſtrat aber, qui superioritate territoriali gaudet et jure episcopali, ſtehet vermög ſeiner habenden immediaten reichs⸗ ſtandsmacht frey und bevor, dergleichen privilegien zu concediren, oder zu verweigern, alß welches darinnen weder gebotten noch verbotten iſt.
Will man einwenden, der biſchoff werde ſich hefftig darwiederſetzen und ihme ſolches abbrüchig halten, auch wohl penetriren, daß ſolches ſeiner mißbrauchten gewalt einige ſchrancken zu ſetzen, angeſehen ſein mögte, ſo iſt dieſes letztere zwar nicht ohne, es iſt aber nimand ſchuld daran, alß ſie ſelbſten, in deme ſie durch das publicirte scriptum [138] ihre ſo viel jahrhundert verdeckt gehaltene consilia herfür brechen laßen; da man den mit fingern greifen kan, mit waß affection ſie die aufnahme der ſtatt Wormbs ſuchen. Die biſchoffliche aber mögen nun davon gedencken, oder dagegen machiniren(den dieſes ſie doch nicht bleiben laßen werden), waß ſie wollen, ſo haben ſie ſich de jure den⸗ noch im geringſten nicht zu beſchweren, ſondern müßen zufrieden ſein, wan man ſie bey der rachtung manuteniret, und in ſofern ſie mit con⸗ curriren, ſich rachtungsmäßig verhält, alldieweiln ihnen kein eingriff geſchiehet, und die ſtatt in ihren juribus das geringſte nicht zu dis⸗ putiren hat.
Resp. ad 3. Auf der dritten frag erſteres membrum, ob es rahtſam ſeye? iſt ſchon oben weitleufftig geantwortet, und kan ich nicht finden, wie außer dieſem weſen die ſtatt auß ihren ruinen ſich empor ſchwingen möge.


