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aus Bronze erwähnt, von denen der größere in Mariamünſter gefunden wurde, der kleinere aber zur Heyl'ſchen Sammlung gehört. Sie beſtehen zur Hälfte aus einer platten Lanzette, die ſich auf beiden Seiten in der Mitte etwas verdickt. Durch Stiel und Lanzette zieht ſich auf beiden Seiten in der Mitte ein eingelegter Silberdraht. Außerdem iſt das ganze verziert mit größeren Silberblättchen und kleineren Goldblättchen. Am Stiel ſind auch die ſchmäleren Nebenſeiten ebenſo verziert; unten iſt derſelbe mit einem kleinen Spalt verſehen.(Siehe Tfl. V au. b.)
g. Handwerksgeräte.
Von den ausgeſtellten Handwerksgeräten wurde ein Teil in Gräbern gefunden, der größere Teil dagegen wurde im Rhein bei Mainz gefunden, zuſammen mit anderen römiſchen Sachen; auch bieten verſchiedene Kennzeichen die ſichere Garantie, daß wir es mit immiſchen Geräten zu thun haben. Es ſind beſonders:
1) Verſchiedene größere Meſſer aus Mariamünſter.
2) Scheeren von verſchiedener Größe; alle in Gräbern gefunden.
3) Hämmer; einer aus Mariamünſter, die anderen aus dem Rhein bei Mainz.
4) Beile und Äxte, zum Teil in Worms gefunden; beſonders ſind mehrere ganz kleine Beilchen von Intereſſe, auch auf dem Tafel⸗ acker wurde ein ſolches gefunden.
5) Ein 32 em großer Löffelbohrer, gefunden in Mölsheim.
6) Ein großer eiſerner Pfriem ebendaher.
7) Eine Fiſchangel; Bleigewicht mit Bronzebeſchläg aus dem Rhein bei Mainz.
8) Verſchiedene Enterhaken aus dem Rhein bei Mainz.
9) Nägel verſchiedener Art und verſchiedener Größe, gefunden in den Gräbern um Worms.
Hiermit ſchließen wir unſere Überſicht der in den verfloſſenen vierthalb Jahren im Paulus⸗Muſeum vereinigten römiſchen Altertümer. Hoffentlich erfreut ſich das Muſeum auch fernerhin der Gunſt der Bürgerſchaft unſerer Stadt in gleichem Maße wie ſeither, und bleibt auch fernerhin das Glück demſelben gewogen, damit es immermehr ſeinen Zweck erfüllt, Jung und Alt zu belehren und eine Zierde unſerer Stadt zu ſein.


