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aus dunkelblauem Glas. Sein Henkel iſt von einer undurohſichtigen, weißen, porzellanartigen Maſſe, aus welcher auch der Fuß, der untere Ring um die Öffnung und der Spiralfaden, der ſich um den Hals windet, beſteht. Ein anderes Fläſchchen von nur 5 em Höhe mit einer kleinen Ausgußrinne am Bauch, ein ſog. guttus, iſt ſchon bei den Thongefäßen erwähnt worden.
Auch nicht durch Blaſen, ſondern durch Preſſen in Formen hergeſtellte Gläſer ſind mehrere vorhanden. Einige ſo hergeſtellte Flaſchen haben die Form eines Fäßchens, das oben und unten mit Reifen verſehen iſt; daraus ſteigt dann ein dünner Hals mit Rand hervor. Der letztere iſt bei einigen durch einen, bei anderen durch zwei Henkel mit dem unteren Teil ver⸗ bunden. Bei den zwei größten dieſer aus grünlichem Glaſe beſtehenden Flaſchen iſt in den Boden der Fabrikſtempel Frontinus eingedrückt. Bei anderen Flaſchen aus hellblauem Glas iſt der untere Teil viereckig und durch breite Henkel mit dem Hals verbunden.
Glasurnen ſind bis jetzt nur 2 ausgeſtellt, die wir oben ſchon beſprochen haben. Dagegen ſind von Glasbechern viele Exemplare der verſchiedenſten Formen und Größen vorhanden. Das ſchönſte Stück iſt ein an der Mainzer Straße gefundener Becher von 21,5 cm Höhe, mit einem Netz von Filigranfäden überzogen und prächtig iriſierend.(Siehe Tfl. I 5.) Auch die bei den Thongefäßen beſchriebene Form mit Eindrücken am Bauch iſt vertreten.(Siehe Tfl. II 8.) Die Höhe der Becher ſchwankt zwiſchen 8 cm und 22 em.
Es bleiben jetzt noch die Schalen aus Glas von mehr oder weniger flacher, oder vertiefter Form zu erwähnen. Darunter ſind ſowohl ſolche von ganz hellem, weißem Glas als auch ſolche von grünem, und wieder ſolche von prächtig iriſierendem Glas. Es wäre intereſſant, chemiſch zu unterſuchen, durch welchen Stoff ſich das ſo ſtark oxydierte Glas von dem anderen ganz hell gebliebenen unterſcheidet. Beſonders hervorheben wollen wir zwei an der Schillerſtraße gefundene Schalen, die wie Silber glänzen und mit blauen Tupfen, die eine auch noch mit einem geflochtenen Band aus blauem Glas ornamentiert ſind. Beide Stücke ſind leider nicht vollſtändig erhalten.
d. Zur militäriſchen Ausrüſtung gehörige Gegenſtände.
Da unter den römiſchen Altertümern des Paulus⸗Muſeums die auf das Militär bezüglichen eine hervorragende Stelle einnehmen, ſo


