Aufsatz 
Die Römische Abteilung des Paulus-Museums der Stadt Worms : 1. Teil
Entstehung
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Amphora hat einen Umfang von 1,20 m und eine Höhe von 90 cm.

Von den übrigen Krügen erwähnen wir noch beſonders 2 kleine Krüge mit einer kleinen Zotte am Bauch. Dieſelbe Form iſt auch in Glas vorhanden. Der Zweck dieſer Gefäßchen iſt nicht ganz klar; man hat früher vermutet, daß ſie die Stelle unſerer Saugfläſchchen vertreten hätten; dagegen hat v. Cohauſen„Naſſauiſche Annalen“ XV. S. 272 ff. die Vermutung eingehend begründet, daß dieſe Gefäßchen wohl Töpfern und Malern zum Aufſpritzen eines farbigen Guſſes gedient, alſo unſerem heutigen Malhorn entſprochen hätten.

Intereſſant iſt auch ein kleines, urſprünglich grün glaſiertes und fein verziertes Krügelchen aus einem Brandgrab in Mariamünſter. Die Glaſur hat durch den Leichenbrand zwar ſtark gelitten, iſt jedoch an verſchiedenen Stellen noch deutlich zu erkennen.

Einige größere kannenartige Krüge ſind mit einer roten Farbe überzogen, die jedoch vielfach verletzt iſt. Die Henkel ſind bei den⸗ ſelben zierlicher gearbeitet und mit einer Art Blattanſatz verſehen. Be⸗ ſondere Beachtung verdient eine Kanne mit vertieften von oben nach unten laufenden Windungen um ihren ganzen Körper. Auch eine Kanne aus ganz weißem Thon iſt von Intereſſe.

Indem wir von der beſonderen Erwähnung weiterer kleinerer Verſchiedenheiten abſehen, haben wir nur noch von einer für Worms beſonders bemerkenswerten Art von Krügen zu reden, den Geſichtskrügen, die nicht zu verwechſeln ſind mit den oben erwähnten Geſichtsurnen. Dieſe Krüge haben ſich hier in großer Zahl gefunden. Das Paulus⸗Muſeum beſitzt bereits 20 derſelben und hat außerdem noch einige Krüge von derſelben Form, bei denen nur der Ausguß mit dem Geſicht abgebrochen iſt. Verſchiedene ſind noch hier und anderwärts im Privatbeſitz, auch ſtammen die in den Muſeen von Darmſtadt, Mainz, Bonn, Trier und die meiſten der in Speyer be⸗ findlichen nachweislich aus Worms. Da derartige Krüge anderwärts nur höchſt ſelten und ganz vereinzelt vorkommen, kann kein Zyeifel ſein, daß die Wormſer Krüge in unſerer Stadt auch verfertigt worden ſind. In Nieder⸗Olm wurde im vorigen Jahr das Geſicht eines ſolchen Kruges gefunden, dasſelbe iſt jetzt im Paulus⸗Muſeum aufbewahrt. Von den 12 Speyerer Krügen ſind 6 ſicher aus Worms, von den übrigen ſind 5 größer als die hieſigen, haben aber kleinere Geſichter,