Aufsatz 
Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Waldes
Entstehung
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Religionsstunden gedacht werden solle; dass auf eine gute Handschrift bei allen schriftlichen Arbeiten der Schüler mit größter Strenge gehalten werden müsse; daß die Einsammlung von Gaben und Geschenken für die Lehrerwitwen- und Waisenkassen bei der Anmeldung oder dem Eintritt von Schülern unstatthaft sei, jedoch Bedenken nicht erhoben werden könnten, wenn beim Aus- tritt aus der Schule die Schüler oder deren Angehörige ihre Dankbarkeit durch Geschenke an die Kassen wirklich freiwillig ohne irgend welche Anregung seitens der Schule bezeugen wollten; schrieb bei Nachsuchung von Befreiung eines Schülers vom Turnunterricht aus Gesundheitsrück- sichten die Vorlage eines Gutachtens eines Arztes, am besten des Hausarztes, in besonderen Fällen unter Briefverschlutßz, vor, in welchem unter ausdrücklicher Berufung auf eigne Wahrnehmung, nicht aber auf Grund bloßer Aussagen der Beteiligten, das Leiden oder Gebrechen anzugeben ist, in dem ein Grund für die Befreiung vom Turnunterricht überhaupt, oder von einzelnen UÜbungsarten gesehen wird; dabei ist anzugeben, ob die Befreiung von den Turnübungen überhaupt, oder voa allen Gerätübungen, oder von einzelnen Ubungsarten, oder von den Bewegungsspielen und auf wie lange, für erforderlich gehalten wird; und teilte mit, daß mit Allerhöchster Genehmigung aus Anlafßz des achtzigsten Geburtstages des Fürsten von Bismarck am 1. April 1895 der Unterricht ausfalle und daßz am 30. Mäârz vorher die Schüler in geeigneter Weise auf die Be- deutung des Tages hinzuweisen seien.

III. Chronik der Schule.

Das laufende Schuljahr begann am 2. April 1894 und schließt am 6. April 1895. Die Ferien dauerten zu Pfingsten vom 13. 16. Mai, im Sommer vom 1. 30. Juli, im Herbst vom 23. September bis 7. Oktober, zu Weihnachten vom 22. Dezember 1894 bis zum 7. Januar 1895. Der großen Hitze wegen fiel der Unterricht nachmittags am 27. August 1894, zu Gunsten des Schlittschuhlaufens am 28. Januar, 1. und 26. Februar 1895 aus. Der übliche Sommerausflug wurde am 5. Mai 1894 gemacht.

An den Geburts- und Todestagen der beiden ersten deutschen Kaiser wurden von den Herren Professor Schlimbach, Professor Dr. Wolff, Oberlehrer Dr. Stoeriko und Schmidt Ansprachen an die in der Aula versammelte Schule gehalten; die Sedanvorfeier fand am 1. September 1894 statt: Herr Oberlehrer Orth sprach über Grund und Zweck der Sedanfeier; das Geburtsfest Sr. Majestät unseres Kaisers und Königs begingen wir am Tage vorher, am 26. Januar 1895: Herr Oberlehrer Geußsenhainer behandelte dabei die deutsche Kaisersage; am 30. März 1895 wies in der von den Schülern der oberen Klassen festlich geschmückten Aula Herr Professor Marx auf die Bedeutung des am 1. April das 80. Lebensjahr vollendenden Fürsten von Bismarch hin.

Am 14. Dezember 1894 wohnte Herr Geheimer Regierungs- und Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer dem Unterricht in unserer Sexta, Quinta und Quarta nach Frankfurter Lehrplan bei. Im Laufe des Schuljahres 1894/95 hatten wir zwei Reifeprüfungen; bei dem mündlichen Teile der ersten, am 11. September 1894, führte der Herr Geheime Regierungs- und Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer, bei der zweiten, am 23. März 1894, der Direktor den Vorsitz; das Kuratorium war durch den Herrn Geistlichen Rat Stadtpfarrer Bahl vertreten.

Zu Ostern 1894 wurde Herr Dr. Adolph Stoeriko aus Butzbach, vorher am Real- gymnasium in Gießen, an die Wöhlerschule in eine Oberlehrerstelle, vornehmlich für den neusprach- lichen Unterricht, berufen. Zu unserm großen Bedauern werden wir den liebenswürdigen und er- folgreich wirkenden Kollegen sehr bald wieder verlieren müssen, da er zum Direktor der Städtischen höheren Mädchenschule in Gießen gewählt worden ist und dieser Berufung Folge leisten wird. Herr Oberlehrer Heinrich Becker erbielt das Stipendium der Stadt Frankfurt zu einem Aufenthalte im Ausland und brachte den Winter 1894/95 in Paris zu. Seine Stelle wurde versehen von Herrn Heinrich Schmidt, welcher die erste Hälfte des Probejahres im Winter 1893/94 an der Wöhler- schule, die zweite während des Sommers 1894 in England zugebracht hatte. Herr Karl Grammels- dorff wurde Herbst 1894 zu einem Kursus an der Berliner Turnlehrer-Hauptbildungsanstalt ein- berufen; seine Stunden übernahm Herr Gustav Lichtenstein, welcher seit Herbst 1892 in Nizza Hauslehrer gewesen war. Die Herren Dr. Adolph Puff und Joseph Schlitt begannen Ostern 1894 das Probejahr und beendeten dasselbe Ostern 1895. Herr Erust Thieme ging Herbst 1894 zu voller Lehrbeschäftigung nach Hofgeismar, Herr Schmittmann verblieb den Sommer 1894 und