Aufsatz 
Studien zur Waldeckischen Flora / von F. Waldschmidt
Einzelbild herunterladen

17

51. Sanguisorba L.(sanguis Blut, sorbere ſchlürfen.) Wieſenknopf. Familie der Sanguisorbeen. Wieſenknopfe. S. officinalis. Heilſamer W. Stengel 13, äſtig; Blätter gefiedert, Blättchen herzförmig, länglich eirund, tief gekerbt; Blüthe in endſtändigen, eilänglichen Aehren, purpurbraun. A. 57. Auß Wieſen und Triften. Gemein.

52. Centunculus I.(centunculus ein kleiner Lumpen.) Kleinling. Familie der Primulaceen Schluſſelblumenartige. C. minimus. Wieſen⸗K. Stamm 13; Blätter wechſelſtändig, eirund, ganzrandig, ſitzend; Hlüthen in den Blattwinkeln ſitzend, weiß und blaßröthlich.(O. 67. Auf feuchtem Sandboden. icht ſelten.

53. Galium L.(4. Milch.) Labkraut. Stengel meiſt 4eckig; Kelch unmerklich; Krone 4ſpaltig; Blüthen in Rispen, oder mehrere auf einem gemeinſchaftlichen Stiele. Familie der Stellaten. Sternblüthige. a. Blüthen blattwinkelſtändig: 1. Blüthen weiß; Blätter Inervig: Stengel ½ 2, Blätter 4ſtändig, oberſte 2ſtändig, ſtumpf, am Rande rauh; Rispe ſeitenſtändig. N. 57. In Sumpfen, an Gräben. Gemein. Sumpf⸗L. G. palustre. Stengel 25, mit feinen hakigen Stacheln, kletternd, Blätter meiſt Sſtändig, lanzettlich, ſtachelſpitzig, rückwärts⸗ſtachelig⸗rauh; mehrere Blüthen auf einem Stiele. . 6 10. Auf Aeckern, an Hecken. Gemein. Klebkraut G. Aparine. Eine Abart der vorigen mit meiſt 6ſtändigen ſchmäleren Blättern und grünlich⸗ weißen Blüthen, die in einer Rispe ſtehn. Auf Aeckern unter dem Getreide. Häufig. Acker⸗L. G. spurium. Stengel 12½ 1 Blätter éſtändig, ſchmal lanzettförmig, ſtachelſpitzig, rückwärts⸗ ſtachelig⸗rauh; Blüthen faſt rispig. N. 57. Mooſige Wieſen, Torfplätze, an Grä⸗ ben und Teichen. Zerſtreut. Meraſt⸗L. G. uliginosum. 2. Blüthen gelb; Blätter Znervig: Stengel 1 1¹½%, weichhaarig, Blätter 4ſtändig, eiförmig⸗länglich; Blüthen in Doldentrauben, mit Deckblättern; neben den Zwitterblüthen auch viele männliche.. 5 6. An Waldrändern, Hecken. Gemein. Kreuzblätteriges L. G. cruciatum. b. Blüthen endſtändig: 1. Blüthen weiß; Blätter Inervig: Stengel ¹2 1, kahl oder kurzhaarig, ſtielrund; Blätter meiſt Sſtändig, ſchmal⸗ lanzettlich, nach vorn breiter, ſtachelſpitzig. Blüthen in einer ebenſträußigen Rispe. 2. 67. In Nadelwäldern, auf Heideplätzen, trockenen Hügeln. Gemein. Heide⸗L. G. sylvestre. Stengel ½ 1, Jeckig, ſ äſtig, kahl; Blätter meiſt é6ſtändig, die untern ver⸗ kehrt eiförmig, die oberen umgekehrt lanzettlich; Blüthen in einer ebenſträußigen Rispe. A. 78. In hohen Gebigrswäldern. Zerſtreut. Stein⸗L. G. saxatile. Stengel 2 4,, eckig, glatt, Gelenke etwas verdickt; Blätter meiſt Sſtändig, obere öſtändig, lanzettlich, ſtachelſpitzig, Blüthen in einer ſperrigen Rispe. Macht wie G. verum die Milch gerinnen. J. 58. Auf Wieſen, an Hecken. Gemein. Weißes L. G. Mollugo. Stengel 23 ſtielrund, kahl oder kurzhaarig, wie die Blätter bläulich angelau⸗ fen; Gelenke angeſchwollen; Blätter unten Sſtändig, nach oben 6ſtändig, 4ſtändig und oberſte 2ſtändig, breit⸗lanzettlich, ſtachelſpitzig, rauhrandig; Rispe weitſchweiſig. A. 78. In Wäldern. Gemein Wald⸗L. G. sylvaticum. 2. Blüthen gelb; Blätter Inervig: Stengel 1 3 ſtielrund, etwas rauh; Blätter 6 lôſtändig, lineal, ſtachelſpitzig, unterſeits flaumig, am Rande zurückgerollt; Rispe in vieltheiligen reichblüthigen Aeſten; honigartig wohlriechend. A. 68. Auf Wieſen, Triften, an Hecken. Sehr gemein. Honigkraut. Aechtes L. G. verum.

3