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Die hier folgenden biographiſchen Notizen der an der höheren Bürgerſchule neuangeſtellten Lehrer enthalten die eigenen Angaben derſelben.
Hermann Wagner, geb. zu Hadamar den 27. Oktober 1824, evangeliſcher Konfeſſion, beſuchte, durch Privatunterricht vorbereitet, von Oſtern 1837— 1839 das Pädagogium zu Wiesbaden, ſodanu von da bis Oſtern 1843 das Gymnaſium zu Weilburg, von wo er nach beſtandener Maturitätsprüfung die Univerſität Göttingen bezog. Dort ſtudirte er von Oſtern 1843— 1846 und in Berlin von Oſtern 1846— 1847 die philologiſchen Wiſſen⸗ ſchaften, Naturwiſſenſchaften und Mathematik. Nach beſtandenem Staatsexamen(184 ¾3) ward derſelbe am 5. Mai 1848 als Collaborator an dem Gymnaſium zu Weilburg angeſtellt. Von da ward er in gleicher Eigenſchaft Herbſt 1850 an das Pädagogium zu Dillenburg, von wo aus er die vorgeſchriebene zweite philologiſche Staatsprüfung abſolvirte, ſodann Herbſt 1852 an das Gelehrten⸗Gynaſium zu Wiesbaden und von hier Oſtern 1858 nach Weil⸗ burg zurück verſetzt. Dort ward er 1859 zum Konrektor ernannt und verblieb da bis Frühjahr 1861, wo er an die höhere Bürgerſchule zu Wiesbaden berufen ward.
Dr. Georg Krebs, geb. den 8. September 1833 zu Höchſt a. M., katholiſcher Konfeſſion, beſuchte von 1844— 1848 die Realſchule ſeiner Vaterſtadt, trat dann in die Tertia des Realgymnaſiums zu Wiesbaden ein und verließ dieſe Anſtalt nach abſolvirtem Maturitätsexamen zu Oſtern 1852. Hierauf bezog er die Univerſität zu Marburg, wo er bis Oſtern 1854 Mathematik, Naturwiſſenſchaften und neuere Sprachen ſtudirte. Dieſe Studien ſetzte er noch 1 ½ Jahr in Leipzig fort und beſtand im Herbſt 1855 die erſte Staatsprüfung für höhere Real⸗ wiſſenſchaften. Hierauf wurde er am 24. Januar 1856 nach Hadamar dirigirt, um an dem dortigen Gymnaſium den geſammten mathematiſchen Unterricht zu übernehmen. Zu Oſtern 1860 aber wurde er an das Realgymnaſium zu Wiesbaden verſetzt, wo er lateiniſchen und franzöſiſchen Unterricht ertheilte. Oſtern erfolgte ſeine Anſtellung als Collaborator am Gymnaſium zu Hadamar, wo er den mathematiſchen und phyſikaliſchen Unterricht in den oberen Klaſſen, ſowie anch zeitweiſe Naturgeſchichte und Latein übernahm. Zu Oſtern erhielt derſelbe von der Univerſität zu Marburg auf Grund einer Diſſertation über Curven dritter und vierter Ordnung den philoſophiſchen Doctor⸗ grad. Den Herbſt 1860 beſtand er das zweite Staatsexamen als Gymnaſiallehrer. Endlich zu Oſtern 1861 wurde er zeitweiſe aus dem Staatsdienſt beurlaubt und an die höhere Bürgerſchule zu Wiesbaden verſetzt.
P. Magnin, né à Genève, le 40 Novembre 1833, confession réformée, commença ses études à Paris et les acheva à Genève où il fut employé comme maitre adjoint dans plusieurs établissements publios (1851— 1854), passa ensuite en Italie et en Allemagne en qualité de précepteur(1854— 58) et de retour à Gendve, il prit la direction de l'une des deux écoles préparatoires au collége classique et industriel de cette ville. En 1861 il présenta au concours de P'Institut génevois, un travail sur l'ancien français, travail qui lui fit décerner une médaille d'or et le titre de membre honoraire de PInstitut. Ensuite il fut appelé à Wiesbaden à la Höhere Bürgerschule(Octobre 1864).
C. A. Schenck, geb. den 22. Auguſt 1837 zu Dillenburg, evangeliſcher Confeſſion, beſuchte das Gymnaſtum zu Weilburg, ſtudirte ſeit Oſtern 1856 zu Heidelberg und Bonn Philologie und höhere Realwiſſenſchaften und wurde, nach im Winter 1861 beſtandenem Staatsexamen, im April deſſelben Jahres an die höhere Bürgerſchule zu Wiesbaden dirigirt.
B. unterricht.
1. Allgemeines.
Seit der Anſtellung eines vierten Lehrers beſtehen auch vier getrennte Vorbereitungsklaſſen. Das Schullocal war während des Sommerhalbjahres für dieſelben ſehr unzureichend, aber es war unmöglich, ein anderes paſſendes zu gewinnen; daher mußten Kl. IX. und X. leider in demſelben Lehrzimmer nach⸗ einander unterrichtet werden, was freilich nicht ohne Beſchränkung der wöchentlichen Lehrſtunden⸗ zahl in dieſen Klaſſen und nur mit einiger Unbequemlichkeit für Lehrer und Schüler der Aufnahmeklaſſe erreicht werden konnte. Für das Winterſemeſter konnte Kl. VII. in das Local der höheren Bürger⸗ ſchule herübergenommen werden, ſodaß nun die Mißſtände des Sommers hinwegfielen. Doch iſt auch ſo noch das Local der Vorbereitungsſchule in vieler Hinſicht ungeeignet, was bei dem ſchönen Auf⸗ ſchwung, den die Schule ſeit Oſtern vorigen Jahres genommen hat, gar ſehr zu bedauern iſt.— Die


