Zahlreiche geometrische Constructionen und Be- rechnungen aus gegebenen Bestandtheilen. Henrich.
Naturgeschichte.(2 St. wöchentl.) Im Som- mer: Botanik(Bestimmung von Pflanzen nach dem Linné'schen Systeme). Im Winter: Conchi- liologie: Cephalopoda, Gasteropoda, Brachyopoda, Conchifera, Tunicata. Henrich.
Physik.(2 St. wöchentl.) Die allgemeinen Eigen- schaften der Körper, die besonderen Eigenschaf- ten derselben in den verschiedenen Aggregatzu- ständen, die Lehre vom Magnetismus, die Lehre von der Reibungselektricität und ein Theil der Lehre vom Galvanismus. Im Sommer: Greiss, im Winter: May.
Chemie.(3 St. wöchentl.) Die ersten Anfangs- gruͤnde der anorganischen Chemie nach Cassel- mann's Leitfaden. Curs. I. Casselmann.
Zeichnen.(2 St. wöchentl.) Erklärung der Grund- sätze des Planzeichnens. Uebungen im Schraffiren. Ornamentenzeichnen nach Vorlagen und nach Gyps. A. de Laspée.
Gesang.(1 St. wöchentl.) Elementarlehrer
Schmitt.
Classe II.
Ordinarius: Professor Bellinger.
Deutsche Sprache.(3 St. wöchentl.) Wieder- holung und Erklärung wichtiger grammatischer Regeln; die Hauptlehren der Metrik, die wich- tigsten Versmasse und Dichtungsarten; Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Masius Lesebuch für die Oberklassen; Me- moriren des grössten Theils der poetischen Lese- stücke; Uebungen im mündlichen Vortrag. Monat- lich wurde ein Aufsatz gefertigt, drei davon in der Schule. Bellinger.
Lateinische Sprache.(5 St. wöchentl.) Im Sommersemester: a. Lectüre in 3 Stunden wöchentlich; die 2. und 3. Rede Cicero's gegen Catilina; b. Grammatik: Repetition der Lehre von den Casus; die Lehre von den Zeiten, der Folge der Zeiten und Anfang der Moduslehre. Zur Einübung der grammatischen Regeln: wöch. ein häusliches Exercitium nach Spiess' Uebungs- buch und alle 14 Tage ein Schulexercitium nach Dictaten. Privatlectüre: Cäsars Commentarien über den gallischen Krieg. Im Wintersemes- ter: a. Lectüre in wöchentl. 3 Stunden: die 4. Rede gegen den Catilina und die Rede für den
Dichter Archias von Cicero; aus Ovid's Metamor- phosen: die 4 Weltalter, die Verwandlung des Lykaon, die Wasserflut, Deucalion und Pyrrha. b. Grammatik: die Moduslehre; Exercitien, wie im Sommersemester; ebenso Privatlectüre aus Cäsar's Commentarien. Bellinger. Französische Sprache.(4 St. wöchentl.) a. Grammatik: Plötz II. Cursus: Lect. 24 bis Lect. 58. Sämmtliche deutsche Uebungsstücke mündlich und zu jeder Lection eins schriftlich übersetzt und corrigirt; b. Lectüre: Lüde- cking's franz. Lesebuch II. Theil. Viele Stücke aus Abtheilung I., II., III. und Gedichte von denen die schönsten memorirt wurden. Ebenau. Englische Sprache.(3 St. wöchentl.) a. Gram- matik. Crüger's Schulgrammatik II. Cursus: die ersten 4 Abschnitte. Wöchentlich ein Exer- citium corrigirt. Sprechübungen. b. Lectüre: Lüdecking's englisches Lesebuch I. Theil bis
pag. 95. Eine Anzahl Gedichte wurden aus- wendig gelernt. Ebenau. Religion.(2 St. wöchentl.) a. Protestanten.
Apostelgeschichte gelesen und erklärt; Uebersicht und Lebensbilder der Kir- chengeschichte der ersten Jahrhunderte. Lieder: 591, 589, 255, 278, 298, 137, 736, 19, 28. Voigt. b. Katholiken.(II. und III. com- binirt.) Die Lehre von der Kirche; Geschichte der Kirche bis zum 2. Zeitraum. Tripp.
Geschichte u. Geographie.(3 St. wöchentl.) Nach Pütz's Grundriss der Geographie und Ge- schichte der alten Zeit. Im Sommersemester: Die Geographie Griechenlands; die Geschichte des griechischen Volks und des macedonischen Reichs; Im Wintersemester: die Geographie Italiens, die Geschichte der Römer bis zum Untergang des weströmischen Reichs. Aus der Geographie: Uebersichtliche Darstellung der physikalischen u. politischen Geographie von Asien, Amerika, Afrika; die europäischen Staaten, genauer Deutschland u. Preussen. Kartenzeichnen. Bellinger.
Arithmetik.(2 St. wöchentl.) Quadratische Gleichungen mit 1 nnd 2 Unbekannten. Die arithmetischen und geometrischen Reihen nebst Zinseszins- und Rentenrechnung. Die imaginären Grössen, geometrisch und analytisch. Die cubi- schen Gleichungen. Henricb.
Geometrie.(3 St. wöchentl.) Die ebene und sphärische Trigonometrie. Zahlreiche Aufgaben 2 St. Die Stereometrie 1 St. Henrich.


