Aufsatz 
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Entstehung
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Nachfolgende biographiſche Notizen ſind nach den eigenen Angaben der Betreffenden ent⸗ worfen.

A. Dillmann, geb. den 8. Februar 1827 zu Limburg a. L., katholiſcher Confeſſion, beſuchte die lateiniſche Schule ſeiner Vaterſtadt; von 1843 an das Gymnaſium zu Weilburg; ſeit 1844 das neuerrichtete Gymnaſium zu Hadamar, das er nach beſtandener Maturitätsprüfung 1847 verließ. Nach ſeinen Studien an der Univerſität Gießen bis Herbſt 1850 beſchäftigte er ſich in Privatſchulen bis 1852, ging dann nach Paris und wirkte dort zwei Jahre in einer Privatlehranſtalt. Von Paris begab er ſich 1854 auf ein Jahr nach England. Im Frähjahr 1855 in ſeine Heimath zurückgekehrt, errichtete er in Soden eine Privatſchule, die er wegen ſeiner Anſtellung an der Realſchule zu Biebrich⸗Mosbach 1856 wieder auflöſte. Nach beſtandenem Examen wurde er im Frühjahr 1859 an die höhere Bürgerſchule zu Wiesbaden als definitiver Hauptlehrer verſetzt.

Ph. H. G. Kroeck, geb. den 16. October 1831 zu Kirſchhofen, evangeliſcher Confeſſion, trat nach durch⸗ laufener Elementarſchule und einer weiteren Vorbildung bei ſeinem Vater im Frühjahr 1848 in das Lehrerſeminar zu Idſtein ein; Oſtern 1851 aus demſelben entlaſſen, erhielt er ſeit dem 1. Dezember 1853 zuerſt eine proviſoriſche, dann mit dem 1. Januar 1856 die definitive Anſtellung als Lehrgehülfe zu Caub, von wo er den 1. April 1859 in proviſoriſcher Eigenſchaft als Lehrer an die höhere Bürgerſchule zu Wiesbaden verſetzt wurde.

B. unterricht. 1. Allgemeines.

An dem Lehrplan von 1858 wurden mit Höherer Genehmigung folgende Veränderungen vorgenommen. Der bisher in Kl. V. mit 3 wöch. St. anfangende engliſche Unterricht beginnt nunmehr erſt in Kl. IV. mit 5 wöch. St.; es hatte ſich nämlich gezeigt, daß es unſeren Schü⸗ lern zu viel zumuthen hieß, wenn ſie ſchon nach einjährigem Betreiben des Franzöſiſchen, an welches ſich ihre Zunge kaum gewöhnt, und deſſen grammatiſche und lexikaliſche Aneignung ihnen vollauf zu ſchaffen machte, ein neues Idiom, das Engliſche, erlernen ſollten. Das Franzöſiſche erhielt nun in Kl. V. 8 St. wöch. anſtatt 6, das Deutſche 4 ſtatt der bisherigen 3. In Kl. VI. tritt in dieſem Jahre das Franzöſiſche mit 9 St. wöch., das Deutſche mit 6 wöch. St. auf. Der phyſikaliſch⸗ chemiſche Unterricht iſt auf 5 wöch. St. beſchränkt und die dadurch ge⸗ wonnene Stunde während des Sommers der Buchhaltung zugewieſen worden. Den katholi⸗ ſchen Religionsunterricht für die Schüler bis zum 13. Lebensjahre ertheilt auf Anregung und mit Einwilligung des Herrn Dekan Petmecky unter Genehmigung Herzogl. Landes⸗Regierung Reallehrer Dillmann. Bei den Kl. VI., V. und IV. war in den meiſten Fächern eine Trennung in Parallel⸗Abtheilungen erforderlich. In der Vorbereitungsſchule erſchien es aus mehreren Gründen zweckmäßig, eine ſonſt nicht wohl zuläſſige und auch in der Folge jedenfalls zu beſeitigende Combination von Abtblg. VIIIb. und VIIa., ſo wie die ganz unbedenkliche von VIIla. und VIIb. eintreten zu laſſen. Durch Anordnung des Stundenplans konnten die Nach⸗ theile der erſten Combination, wenn nicht ganz vermieden, doch bis zum Umſchädlichen verrin⸗ gert werden. An dem Unterricht in der Buchhaltung nahmen in Kl. III. alle Schüler außer 5, in Kl. II. alle außer 1, an den Arbeitsſtunden durchſchnittlich 40 Schüler aus den 3 Unter⸗ klaſſen Antheil. Ein Lehrzimmer der Anſtalt wurde auch in dieſem Jahre dem evangeliſchen Confirmandenunterrichte in Folge höherer Verfügung zur Benutzung bereit geſtellt.