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Religionsunterricht in den oberſten Mädchenklaſſen fort zu ertheilen.
An die erledigten Stellen wurden ernannt: Herr Pfar⸗ rer A. Grünewald, Direktor der höh. Töchterſchule zu Trier, und Herr Lic. H. Finger, Profeſſor am Gymna⸗ ſium zu Zweibrücken. Beide Collegen traten, von derſelben freundlichen Geſinnung der Collegen empfangen, welche die Ausgeſchiedenen in ihr neues Amt begleitet hatte, ihr Schul⸗ amt noch im Laufe des erſten Winterquartals an. Die Zuverſicht, daß wir für den ſchweren, und unter den Ver⸗ hältniſſen der Schule, namentlich in den Knabenklaſſen ſchwer empfundenen Verluſt, in jeder Weiſe ausreichenden Erſatz gefunden haben, beeinträchtigt nicht die herzlichſte Dankbarkeit gegen die abgegangenen Collegen; wir hoffen, daß ihnen ihr neues Amt Neigung und Anlaß geben möge, das Wohl der Schule in rechter und thätiger Weiſe zu fördern!
Zugleich wurde nun Herr Dr. Creizenach definitiv zum ord. Lehrer an der höheren Bürgerſchule und Herr F. Bräutigam zum ord. Lehrer an den evangel. Bürger⸗ ſchulen ernannt. Was uns die genannten vier Collegen über ihren Lebensgang berichten, folgt mit ihren eigenen Worten.
Herr Dr. Creizenach ſchreibt:„Ich bin am 16. April 1818 in Mainz geboren, wo mein Vater, der israelitiſche Lehrer Dr. Michael Creizenach, einer von ihm gegründe⸗ ten Schule vorſtand. Im September 1825 folgte derſelbe einem Rufe nach Frankfurt a. M. als Lehrer und Prediger an der Bürger⸗ und Realſchule der israelitiſchen Gemeinde. In dieſer Anſtalt erhielt ich die erſte Schulbildung und trat im J. 1828 in das hieſige Gymnaſium ein; doch war mein Schulbeſuch, wie meine erſte Univerſitätszeit, mehrfach durch andauernde Krankheiten geſtört. Im Herbſte 1835


