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Das Vermögen der 2. Jubiläums-Stiftung betrug am 31. März 1905: kapitalisiert 6269,75 Mlk. Das Stipendium derselben im Betrage von 151,91 Mk. erhielt für das Etatsjahr 1905 der stud. iur. Walther Stuht in Berlin. Der„Putbuser Abend“ in Berlin überwies der 2. Jubiläumsstiftung die Summe von 300 Mk., wofür auch hier den Gebern herzlichst gedankt wird.
Das Vermögen der Ritterschaftlichen Stiftung betrug am 31. März 1905: kapitalisiert 5752,50 Mk. Die Zinsen dieses Kapitals in Höhe von 200,04 Mk. wurden an den Schüler Friedrich Franz Freiherrn von Maltzan ausgezahlt.
Aus der Hasenbalg-Stiftung der hiesigen Loge erhielt ein Schüler den Betrag von 100 Mk. als Beihilfe zum Schulgeld.
Für die etatsmäßig zur Anschaffung von Schulbüchern für würdige nnd bedürftige Schüler vorhandenen 30 Mk. gelangten an 2 Schüler Bücher zur Verteilung.
VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.
Ferienordnung für das Jahr 1905.
Schulschluß: Schulanfang: 1. Osterferien: Mittwoch, 4. April mittags. Donnerstag, 19. April früh. 2. Pfingstferien: Freitag, 1. Juni nachmittags. Donnerstag, 7. Juni„ 3. Sommerferien: Freitag, 29. Juni mittags. Dienstag, 31. Juli„ 4. Herbstferien: Sonnabend, 20. September mittags. Dienstag, 16. Oktober„ 5. Weihnachtsferien: Sonnabend, 22. Dezbr. mittags. Freitag, 4. Januar 1906„
Das neue Schuljahr wird am Donnerstag den 19. April 8 Uhr morgens beginnen. Die Aufnahmeprüfungen finden am Mittwoch den 18. April von 9 Uhr morgens ab statt.
Zur Aufnahme sind vorzulegen: 1. der standesamtliche Geburts-, 2. der Tauf-, 3. der Impf- oder Wiederimpfschein, 4. das Abgangszeugnis von der bereits besuchten Schule oder, wenn der Schüüler anderweitig vorbereitet ist, ein Zeugnis über Betragen und Vorbildung.
Die Schüler, die privatim vorbereitet werden, kommen häufig zu spät auf unsere Anstalt; es finden sich dann oft Lücken in der Vorbildung, die in den oberen Klassen nur schwer auszufüllen sind und ein gleichmäßiges Fortschreiten hindern. Es liegt daher im Interesse der Eltern, ihre Söhne nicht später als mit Untertertia aus dem Privatunterricht auf das Pädagogium zu bringen.
Dr. Marcks,
Königlicher Gymnasialdirektor.


