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Für das Baden im Sommer besitzt das Pädagogium eine eigene Seebadeanstalt, die am Abhange der schönbewaldeten Goor bei Lauterbach liegt, 35—40 Minuten von der Schule entfernt. In diesem Jahre wurde vom 7. Juni bis zum 15. September viermal wöchentlich, in der Regel nach 4 Uhr gebadet. Von 130 Schülern in der Badezeit waren 17 auf Grund ärztlichen Zeugnisses oder wegen Wohnens außerhalb des Schulortes dis- pensiert(= 13%). Von den 113 Badenden waren 106 Schwimmer(= 93,6%), darunter 101 Freischwimmer(= 89,4%), davon 52 Fahrtenschwimmer, die eine halbe Stunde schwimmen können(= 51,5%), und davon 18 Dauerschwimmer, die eine ganze Stunde schwimmen können(= 34,6%). Von 16 Schwimmschülern erlernten 14 das Schwimmen (= 87,5%); von diesen 14 sind 9 Freischwimmer(= 64,3%).
2. Gesang. (Musiklehrer Selchow.)
I. Abteilung: Die stimmbegabten Schüler der Prima und Sekunda bilden mit den musikalisch befähigten Schülern der Ober- und Untertertia, deren Stimmen bereits gewechselt haben, den Männerchor. Derselbe hat wöchentlich 2 Stunden Gesangunterricht. Es wurden vierstimmige Chorgesänge. Motetten von Grell, Stein, Händel und Beethoven, Volkslieder, größere Chöre von Weber, Schumann und Becker und patriotische Lieder eingeübt. Lehr- buch: Becker und Kriegskotten, der Männerchor.
II. Abteilung: Schüler der Olll und UlIIl, soweit sie nicht dispensiert sind oder bereits dem Männerchor angehören, bilden die II. Gesangabteilung. Ein- und zweistimmige Ubungen, Lieder und Choräle.
III. Abteilung: Die sämtlichen Schüler der IV und V— hier findet keine Dispensation statt— bilden die III. Gesangabteilung. Stimm- und Gehörbildung, Treffübungen, Noten- kenntnis. Takt und Vorzeichnung. Dur- und Molltonleitern. Choräle und Lieder.
In allen Gesangabteilungen sind die liturgischen Gesänge nach der neuen Agende eingeübt bezw. wiederholt worden.
3. Leichnen. (eichenlehrer Jesch.)
V. Freies Zeichnen geradliniger Gebilde, Schraffieren nach J. van Dijcks Zeichen- vorbildern H. 1 u. 2.— IWV. Stilisierte Blattformen nach J. van Dijck H. 3, 4. Das Flächen- ornament. Zeichnen nach Gebrauchsgegenständen, Gläsern und Vasen mit Schattieren.— UIII. Schwierige Flächenornamente. Zeichnen nach Gebrauchsgegenständen, Gläsern und Vasen, wie IV, Muscheln u. dgl. mit Schattieren, auch in Tusche.— Olll. Erweiterung des Umrißzeichnens, Zeichnen mit 2 Kreiden; mit Tusche nach schwierigeren Gefäßen und Gegenständen.— Wahlfreies Zeichnen UII—Ol. Freies Zeichnen nach Gebrauchsgegen- ständen und schwierigen Geräten mit Bleifeder und Tusche. Projektion der wichtigsten Körper auf 2 Projektionsebenen, Abwickelungen, Schnitte.
4. Schreiben: (Musiklehrer Selchow.)
Einübung der deutschen, lateinischen und griechischen Schrift nach Vorschrift an der Wanqdtafel.


