Aufsatz 
Vortrag, gehalten bei der Feier des 100jährigen Todestages Friedrich Schillers am 9. Mai 1905. Ein Gedenkblatt für die Schüler
Entstehung
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die Anzahl derartiger Aufnahmen ſowie über das Ergebnis dieſer Aufnahmeprüfungen zu berichten ſei. Dieſe Beſtimmungen, welche bisher nur für die oberen Klaſſen Geltung hatten, ſind nunmehr gemäß Miniſt.⸗Erlaß vom 27. Juli 1901 auch auf die mittleren Klaſſen UIII, OlIl und UIl ausgedehnt worden mit der verſchärfenden Maßnahme, daß Schüler der bezeichneten Art, wenn ſie die Aufnahmeprüfung für diejenige Klaſſe, für welche ſie ſich meldeten, nicht beſtehen, nicht ohne weiteres in die nächſt tiefere Klaſſe aufgenommen werden dürfen, ſondern auch auf ihre Reife für dieſe Klaſſe ſorgfältig geprüft werden müſſen. Da alſo die Aufnahme ſolcher Schüler für Schule und Haus mit großen Unzuträglichkeiten und Schwierig⸗ keiten verbunden iſt und oft ſogar z. B. bei Überfüllung der nächſt tieferen Klaſſe unmöglich wird, ſo gibt der Unterzeichnete den Eltern und deren Stellvertretern in ihrem eigenen Intereſſe den dringenden Rat, ihre Kinder, bezw. Pflegebefohlenen nicht ausländiſchen Anſtalten zur Ausbildung überweiſen zu wollen.

Es wird darauf aufmerkſam gemacht, daß Schüler nach dem vollendeten 12. Jahre in VI, nach dem vollendeten 13. Jahre in V und nach dem vollendeten 15. Jahre in IV ohne Genehmigung der Behörden nicht aufgenommen werden dürfen.

Für jeden nach Beginn des Schuljahres beabſichtigten Anſtaltswechſel, falls dieſer nicht durch zwingende häusliche Verhältniſſe bedingt iſt, muß unter Angabe der Gründe die Genehmigung der Behörde nachgeſucht werden.

Es wird gebeten, in allen Schreiben über einen Schüler den Vornamen und die Klaſſe, der er angehört, genau anzugeben.

Jeder aufgenommene Schüler erhält den Abdruck einer Schulordnung, die er auch ſeinem Vater oder deſſen Vertreter zur Kenntnisnahme vorzulegen hat; dieſen werden ins⸗ beſondere die§§ 7, 8, 13 und 14 zur Beachtung empfohlen. Zugleich werden die Eltern gebeten, darauf zu achten, daß die Kinder ihre Mappen nur mit den von der Schule vorgeſchriebenen Gegenſtänden belaſten.

Der Direktor des Gymnaſiums:

Dr. Zenzes.