Aufsatz 
Die Lehre von der Rechtfertigung aus dem Glauben nach dem Neuen Testament / von Rudolf Trümpert
Entstehung
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und Theodor Schaumann aus Schotten in unſrer Anſtalt ihren Acceß an. Gymnaſiallehramts⸗ acceſſiſt Karl Wirtz verließ nach Beendigung ſeines Aeceſſes, und nachdem er ein Vierteljahr als Volontär bei uns thätig geweſen, unſre Anſtalt am 21. Dezember 1887.

5. Der Lehrer des katholiſchen Religionsunterrichts, Herr Kaplan Kaſpar Schäfer legte, nach⸗ dem er zum Pfarrer in Oberingelheim ernannt worden, am 18. Oktober 1887 ſeine Stelle nieder. Durch Verfügung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 28. November 1887 wurde im Einverſtändnis mit dem biſchöflichen Ordinariate dem Herrn Kaplan Johannes Bayer dahier der katholiſche Religionsunterricht des Gymnaſiums und der Vorſchule übertragen. Am 3. Dezember 1887 wurde Herr Kaplan Bayer von der Gymnaſialdirektion in dieſen Dienſt eingewieſen.

6. Wir betrauern das Hinſcheiden einiger guten Schüler. Joh. Baptiſt Brun aus Darm⸗ ſtadt, Schüler der Herbſtunterprima, erlag am 15. April 1887 einem Scharlach⸗ und Nierenleiden. Der Schüler der Herbſtoberſekunda Philipp Debus aus Homburg vor der Höhe ſtarb, nachdem er erſt im Frühjahr in die Anſtalt eingetreten, am 13. Juni 1887 im Elternhauſe an der Lungen⸗ ſchwindſucht. Friedrich Schombert aus Darmſtadt, Schüler der erſten Herbſtvorklaſſe, wurde ſeinen Eltern und der Schule am 13. September 1887 entriſſen.

7. Am 2. September 1887 wurde das deutſche Feſt und am 12. September 1887 der Geburtstag Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs im Feſtſaal des Gymnaſiums gefeiert. In beiden Fällen hielt der Direktor die Feſtrede.

8. Im Juni 1887 beantragte die Großherzogliche Staatsregierung bei den Landſtänden die⸗ Bewilligung einer Summe von 8900 Mark für einige Reparaturen unſrer Schulgebäude, nämlich zur Anlage von vierten Fenſtern in Sälen, denen es an Licht fehlte, zur Anſchaffung von Vorhängen ec., zur Beſeitigung einfallenden Blendlichts und zum Anbau der Aborte. Nachdem die beiden Kammern den bezeichneten Betrag bewilligt, wurden die am 2. Juli beginnenden vierwöchentlichen Sommerferien um eine Woche verlängert, und es gelang, in dieſen Ferien die gedachten Reparaturen auszuführen. In der an die Stände gelangten Vorlage der Großherzoglichen Staatsregierung war ausgeſprochen, es habe ſich außerdem noch manche andere Verbeſſerung der beſtehenden Einrichtungen unſrer Schulgebäude, wie Spülung der Abtritte, Anſchluß an die ſtädtiſche Kanaliſation, Herſtellung einer erweiterten Treppe im Südbau ꝛc. als wünſchenswert gezeigt. Nunmehr können wir den Eltern unſrer Schüler berichten, daß die erwähnte Spülung der Abtritte und der Anſchluß an die ſtädtiſche Kanaliſation wohl ſchon bald hergeſtellt wird. Auch die Trockenlegung unſres inneren Schulhofes iſt geplant und an die Her⸗ ſtellung eines zweiten größeren Hofes zwiſchen unſrem Südbau und der Hufnagel'ſchen Hofraite, dem Polytechnikum und der Karlſtraße wird gedacht. Sehr dankbar wäre unſre Anſtalt für die von der Großherzoglichen Regierung als wünſchenswert bezeichnete Herſtellung einer erweiterten Treppe im Südbau. Ebenſo erwünſcht wäre u. a. die Herſtellung breiterer Eingänge zum Südbau und Nordbau; und im Intereſſe der Geſundheit der Schüler und ihrer Lehrer liegt auch die Verbeſſerung unſrer Ventilations⸗ und Heizungseinrichtungen.

9. Bezüglich der Stipendien, die unſre Anſtalt Studierenden verleiht, die Schüler unſrer Anſtalt waren, teilen wir folgendes mit. Unſre Anſtalt verfügt über zwei ältere, kleine Stipendien im Betrage von je 60 Mark, von denen eins, das ältere Jubiläumsſtipendium, für die Zeit von Oſtern bis Oſtern, das andere(das Diltheyſtipendium) für die Zeit von Herbſt bis Herbſt von unſrer Lehrerkonferenz verliehen wird.

Gelegentlich der 250 jährigen Jubelfeier, die unſre Anſtalt im Jahre 1879 beging, wurde der