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VIII. Der großt Giebelſaal in dem III. Obergtſchaß.
Mit dem anſtoßenden Nebenraum ſoll dieſer Saal bei kleineren Feſtlichkeiten, bei Prüfungen, Vorträgen oder auch bei Übungen für den Chorgeſang, den Erſatz der fehlenden Aula bilden. Bei der Einrichtung iſt deshalb beſonders Wert darauf gelegt worden, den Saal, ſoweit es die vorhandenen Mittel erlaubt haben, durch entſprechende Ausſtattung aus dem Rahmen der ſchlicht behandelten ſonſtigen Räume hervorzu⸗ heben. Die große Maßwerksfenſtergruppe mit Bleiverglaſung iſt mit verſchiedenen Glasmalereien geſchmückt. Im Mittelpunkt ſehen wir das Bildnis unſeres Landesfürſten, des Großherzogs Ernſt Ludwig von Heſſen, darüber in der Mittelroſe das heſſiſche Wappen, zur linken und rechten Seite das Wappen der Stadt Mainz, beziehungsweiſe deren Schutzpatron, den hl. Martinus. Zu beiden Seiten des Großherzogs ſind Medaillons mit den Bildniſſen von 8 Männern der Viſſenſchaft gruppiert. Der Saal iſt der Dachform folgend von einem Rabitzgewölbe mit kräftigen Durchzügen und geometriſcher Feldereinteilung in heller, leichter Farbentönung überſpannt. Die grünen Wände, ſtoffartig mit Schablonenmuſter verſehen, trennt eine 1,40 m hohe dunkel laſierte Holz⸗ vertäfelung von dem roten Linoleumboden. Für die nötige Abend⸗ beleuchtung ſorgen eine große doppelreifige Meſſingkrone mit 24 Flammen, ſowie 4 kleinere dreiflammige Kronen. Der Saal bietet einer Verſamm⸗ lung von zweihundert Perſonen bequeme Sitzgelegenheit.
IX. Die Sternwarte.
Dieſelbe iſt in dem Kuppelaufſatz des Turmaufbaues auf der weſt⸗ lichen Gebäudegruppe, 31 m über dem Trottoir, untergebracht. Die Kuppel mit einem Durchmeſſer von 3,60 m, welche ſich ohne beſondere Kraftaufwendung leicht mit der Hand drehen läßt, beſitzt einen 40 cm breiten, mit übereinanderſchiebbaren Kupferplatten verſchließbaren Seh⸗ ſchlitz. Das Fernrohr wurde von der alten Realſchule übernommen. Der Austritt auf die untere Plattform gewährt einen prachtvollen Aus⸗ blick über die Stadt, den Taunus und das Rheingau.
X. Die Wurnhallt.
Die an der Frauenlobſtraße gelegene Turnhalle hat eine Länge von 21,81 m, eine Breite von 10,50 m, der erhöhte Nebenraum mit den Geräteſchränken eine Abmeſſung von 6,0 6,97 m. In Anbetracht deſſen, daß die Turnhalle gleichzeitig den Zweck einer Feſthalle erfüllen ſoll, wurde angeſtrebt, die Turngeräte bei feſtlichen Gelegenheiten ent⸗


