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aus Homberg eine Lobrede auf Epaminondas, Franz Hartert aus Schlüchtern über das Sprichwort: Rom ist nicht an einem Tag gebaut, Julius Rothfuchs aus Witzen- hausen über die Betrachtung des gestirnten Himmels. Am Schluss wurden die fünf Abiturienten durch den Director entlassen.
Der Gesundheitszustand im Sommer war bei den meisten Lehrern und Schülern günstig. Nur die Gymnasiallehrer Dr. Suchier und später Lichtenberg wurden, der erstere 14 Tage durch Krankheit, der andere nicht ganz acht Tage durch einen kör- perlichen Unfall in der Abhaltung ihrer Lehrstunden gehindert.
Der Schluss des Sommerhalbjahrs fand am 3. October Statt.
Das Winterbalbjahr wurde am 23. October eröffnet und nur durch die vom 23. De- cember 1855 bis zum 2. Januar 1856 einfallenden Christtagsferien unterbrochen,
Der bisherige Hülſslehrer Dr. Dieterich wurde durch ein Allerhöchstes Rescript vom 25. October 1855(Minist. Rescr. vom 5. Nov.) zum ordentlichen Lehrer ernannt und der Gymnasiallehrer Pfarrer Wiegand durch ein Allerhöchstes Rescript vom 22. October(Minist. Rescr. vom 28. Nov.) in die oberste Gehalts-Classe der Gymnasiallehrer versetzt. Schon früher war dem beauftragten Lehrer Riedel einige Erhöhung seines Gehalts gewährt worden.
Bedeutendere Krankheiten kamen Gottlob bei Lehrern und Schülern nicht vor, je- doch wurden die ordentlichen Gymnasiallehrer Lichtenberg und Jacobi, sowie der Zeichnenlehrer Mutzbauer durch Krankheit zu verschiedenen Zeiten, jeder mehrere Wochen, an Ertheilung ihres Unterrichts gehindert.
Am 15. Februar starb in einem Alter von 56 Jahren an der Lungen- Schwindsucht der berufstreue Pedell des Gymnasiums, Johannes Degenhardt, der seit dem Herbst 1833 2 zur Zufriedenheit seine Stelle bekleidet hatte. Lehrer und Schüler wohnten aus- ser, den Herrn Geistlichen und andern zahlreichen Mitbürgern seiner Leiche bei, wo- bei der Director einige Worte zu seinem Andenken sprach.
Von Kurfürstlichem Ministerium des Innern wurde eine im Anfang mit bedeutenden Kosten verbundene neue Einrichtung der Schwimm- und Bade-Anstalt für die Schüler des Gymnasiums, welche mit dem Anfang der bessern Jahreszeit ins Leben treten soll, durch hohes Rescript vom 8. Februar d. J. auf den Bericht der Verwaltungs-Commis- sion genehmigt.


