Aufsatz 
Der Wortschatz der lateinischen Schulschriftsteller (Buchstabe A) nach Wortfamilien geordnet und etymologisch erklärt
Entstehung
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67 Orange(= Arausio in d. Provence). Jedenfalls aber nahm wohl d. Geschlecht wegen d. Anklanges an s. Namen orange neben violett als Geschlechtsfarbe an.

3. u. 4. vgl. argentärius u. argentãria.

6. vgl. 7⁶α u. argenteus.

7. F. Aureole= Strahlenkrone, Heiligenschein.

8.*déaurätus) frz. doré in jeunesse dorée, span. eldorado eig. das Vergol- dete= Goldland, Land d. Oberflusses.

10. N. e. sabinischen Geschlechts CAusélius GAuses-lio-. N. Aurelius, Aurelie.

11. eig.d. östliche= Oster- z. B. in Osterems, Osterschelde, Osterreich (ahd. östarrihi), wegen d. Form.-tero- bei Raumadverbien vgl. inter u. a., aisl. nordr= vEsHοα, Norderdithmarschen, aisl. westr, ahd. westarwestwärts Westerland, We- sterems, Westerschelde, Süderoog(. fries. Insel), Zuidersee(= Südersee), Sauer- land(= Süderland). Merkwürdig ist d. Bed.Südwind, nichtOstwind, e. eig. Ausdruck f. d. Ostwind war in d. ältesten Zeit weder im Gr. noch im Lat. vorhanden, (beruht dies darauf, dass Ostwinde f. Griechenland u. Italien selten waren?).

12. N. Australien. vgl. N. v. Erdteilen u. Ländern nach d. Himmelsrichtung: Europa,(das wohlAbendland bed., von d. hebr. erebAbend), fernerMorgen- land= Orient= ital. Levante(levaresich erheben)= Anatolien(Anadoli) von ai dyaroxaiAufgang v. dαteμ. Norland(Teil v. Schweden), Sauerland(= Süderland), Sundgau im Elsass(= Südgau) u. a.

13. Form.-ino- bez. d. Herkunft.

14. Gvésr(Vollst. II m. Dehn.), urv. éaο(*féaαον ενesp) eig. d.leuchtende Zeit d. Jahres. F. Primula véôris= Himmelschlüssel.

15. Gvérinos mit Synkope des i, vgl. Saptvös.

16. B. P. lenzen, auch saνεσν(urspr.d. Frühling zubringen) hat später diese Bed.

122. austérus(F.(4σααυ) herb, sauer, ernst, streng, finster.

Anm. Vsaus-trocken sein, trocknen indörre, aoαiνοtrockne aus, 450trocken, adοτεοα eig.trocken, ungesalbt, verwildert; adoορ. B. E. trocken »herb wird vermittelt durchroh, unreif, die unreifen Früchte sind trocken, noch nicht saftig. B. P. Gböcroh, unreif: amãrusherb, bitter. urv. dial. sochren(ahd. sörénaustrocknen) u. südus Gsusodos od. susdos(vgl. nidus Cni-sd-us Nest eig.

Ort zum Niedersitzen); in*susodos od.*susdos liegt Ablaut au: u(Tiefstufe) vor.

123.

autumnus, a, um herbstlich. Subst. autumnus, 1, m. Herbst. autumnälis, e herbstlich.

Anm. viell. urv. mit got. audahaftsbeglückt, ahd. ötBesitz, das in Allod Ganzeigen d. i. das echte(vererbliche) Eigentum im Gegens. zu d. Lehnsgut(mlat. feödum, dessen 1. Teil wohl auf faihuVieh zurückgeht, nach andern auf fidés). Hierher gehört dann auchAdebar, N. des Storchs=Glückbringer u. zahlr. germ. N. wie Otto, Ottokar, Ulrich(ahd. Uodalrich), Eduard, Edmund, Edgar u. a. Form.

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