Aufsatz 
Shakspeare und die tragische Kunst der Griechen / Stigell
Entstehung
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halten zu müſſen, der bereits im Anfang des 18. Jahrhunderts den Satz ausgeſprochen:„I y a du Sophoele et de l'Eschyle dans Shakspeare ¹).“

Wenn Shakſpeare als Repräſentant des modernen Theaters für die Entwicklung deſſelben von der größten Wichtigkeit war und iſt, ſo können wir nicht umhin, auf deſſen Bedeutung für die Zukunft aufmerkſam zu machen. Ulriei) hat auf dieſe Bedeutung hingewieſen, indem er ihn als Muſter und Vorbild des hiſtoriſchen Drama's, dem er in Deutſchland eine reiche Zukunft zu prophezeihen ſich ge⸗ drungen ſieht, empfiehlt, in Uebereinſtimmung mit A. W. Schlegel, der ebenfalls der Meinung iſt, daß auf dem Felde des hiſtoriſchen Drama's die herrlichſten Lorbeeren für die dramatiſchen Dichter zu pflucken ſeien*). In Frankreich haben Mad. de Staël¹), Rémuſato), der Herzog von Broglieo) u. A. darauf aufmerkſam gemacht, daß nur aus einer Verbindung des claſſiſchen Theaters mit dem romantiſchen, dem franzöſiſchen Drama Heil erwachſen könne. Wenn die Bemerkungen der genannten Schriftſteller begründet ſind, und ſo manche Erſcheinung der jüngſten Vergangenheit und Gegenwart in Deutſchland und Frankreich ſcheinen dies zu beſtätigen, ſo dürfen wir um ſo mehr Ben Jonſons

Wort über Shakſ Feare als Schlußwort dieſer Abhandlung hinſtellen:

„He was not for an age, but for all times.“

1) Grammaire franç.-angl., unter Sh.

2) Shakſpeare's dramat. Kunſt, Leipzig 1846, pg. 815

3) Vorleſungen, Bd. III. pg. 429.

4) De P'Allemagne, cap. 27.

5) Passé et présent, mélanges par Mr. Rémugat. Paris 1847, tome I. pg. 128 ff. 6) Sur P'état de la littérat, dramat. en 1830. Vgl. Lacroix, pg. 323, 324.