Aufsatz 
Über Schillers Bedeutung für die heutige Bildung. Rede am Schillerfest
Entstehung
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Defeuuihe Watteäge von Oſtern 1859 bis Oſtern 1860.

Prima.

(Ordinarius der Rector.)

Religion. Chriſtliche Sittenlehre.(Petri Lehrbuch). Auslegung des 1. Briefes an die Corinther(mit Auswahl) und des 1. Briefes Johannes im Grundtext. Bibelſprüche und geiſtliche Lieder wurden, wie in allen Klaſſen, gelernt. 2 St. Herold.

Deutſch. Litteraturgeſchichte von Opitz bis zu Göthes Tode. Geleſen wurden Shake⸗ ſpearas Hamlet und Göthes Iphigenie nebſt anderen Proben beſonders aus den Klaſſikern. Freie Vorträge mit Perengetgäpſter Beſprechung. Monatach ein Bufias. Die Themata waren:

1) Mit welchem Rechte iſt Moximilian I. der bte Ritter Tunannt werden?

2) Wie kann man bei Parzival und bei Triſtan ſchon an ihrer erſten Teadhrung. mit der Welt die beſondere Art des Ritterthums erkennen, zu der jeder von Pne berufen iſt?

3) Reineke der Fuchs, ein Politiker des 16. Jahrhunderts.

4) Worin liegt die Unvollkommenheit des Brotſtudiums?

5)Der Menſch kann groß, ein Held im Leiden ſein,

doch göttlich iſt er, wenn er ſelig iſt.(Heinr. v. Kleiſt: Penthefte

6) Aus welcher Quelle fließt die Freundſchaft, welche Poſa zu Don Carlos hat?

7) Unterſuchung, mit welchem Stücke aus Schillers erſter dramatiſchen Periode die Braut von Meſſina den Motiven nach zu vergleichen ſei, und worin der Fortſchritt des genann⸗

teen Stücks gegen das zu findende beſtehe.

8) Die deutſchen perſönlichen Fürwöͤrters in der Anrede als Scala der perſönlichen Bezie⸗

hungen. 4

9) Nachweis, wie im dentſchen Ritterthum Selbſtſucht und perſönlicher Trotz mit chriſt⸗

licher Liebe und Hingebung gepaart erſcheinen.(Abiturienten Michaelis 1859).

10) Warum kann zwiſchen Böſen und im Böſen wahre Freundſchaft nicht beſtehen?(Abi⸗ turienten Oſtern 1860). 3 St. Steudener II. Lateiniſch. Cicero Tuscul. lib. V., Horatius, ſein Leben, ſeine Metra Inter⸗

pretation auserwählter Satiren und Epiſteln. Metriſche Uebungen, Extemporalien, freie Arbeiten, Uebungen im Lateinſprechen. 8 St. Anton.