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Das herrliche Sommerwetter gestattete ein Aushalten im Freien während der ganzen Nacht, und das Morgenrot des folgenden Sonntags leuchtete den letzten Festgenossen auf ihrem Heimweg.
„So war die Fünfzigjahrfeier der Liebig-Realschule aufs glücklichste beendet, begünstigt vom Himmel und durchweht vom Geiste frohen Gemeinsinues.
Es erübrigt uns nun noch allen denen herzlichen Dank auszusprechen, die bei- getragen haben durch persönliche Beteiligung, durch Geschenke und Beiträge, durch schriftliche und telegraphische Grüße und Beglückwünschungen, unser Fest so schön und befriedigend zu gestalten, und deren sind eine große Zahl.
Vor allem Seine Majestät unser allergnädigster Kaiser und König; die hohen staatlichen und städtischen Behörden; die Vertreter der wissenschaftlichen und künstlerischen Institute und Vereine, der höheren Schulen und der Volksschulen, der beiden Turnvereine und des„Liederkranzes“ und der Presse.
Zu großem Danke verpflichtet fühlt sich die Schule den Herren der Fest- leitung: Herrn Prof. Eug. Hartmann, Herrn Justizrat Dr. Burgheim, Herrn Privatier W. Rohmer; den Herren des Ehren-Ausschusses, des Arbeits-Ausschusses und des Fest-Ausschusses, besonders den Herren Dir. M. Walter, Hch. Gronde, Ludw. Reif, Dir. Stauffer, G. Keyl, Albert Florian, W. Delkeskamp, W. Derlam, R. Bottke, A. Reuter, H. Deubel.
Dem Herrn Alfred Auerbach vom Frankfurter Stadttheater gebührt verbind- lichster Dank für seine Tätigkeit als Regisseur.
Die Mimen in dem Lustspiele„Bockenheim in Paris“ waren die Herren Hl. Döhlemann, K. Fitzner, W. Kehm, F. Merz, A. Reuter, L. Viesohn. Allen Beteiligten gebührt herzlicher Dank.
Ebenso den Kollegien der Musterschule und des Philanthropins für freundliche Beratung aus ihrer Erfahrung heraus behufs Gestaltung unserer Feier.
Dem Herrn Ferd. Siesmayer ist besonders zu danken für den reichen Schmuck der Festräume an Bäumen und Sträuchern, Girlanden und Blumen.
Ebenso herzlichen Dank sagt die Schule den verehrlichen Eltern und Ange- hörigen früherer und jetziger Schüler, diesen selbst und der großen Zahl alter und neuer Freunde der Anstalt von hier und von auswärts, die alle durch Beweise treuer Anhänglichkeit das Fest der Vergangenheit verherrlichen halfen!
Die darin liegende Anerkennung wird sicherlich den Blick in die Zukunft zu einem trostreichen gestalten! Und die Vertreter der Schule werden dankbar bestrebt sein— die alten Ideale hoch zu halten: selbstlose Liebe zu der ganzen Jugend, freudige und gewissenhafte Arbeit im Kleinsten und am Geringsten, Erziehung zum Guten, Hingebung an Volk und Vaterland in Krieg und Frieden, im Leben und im Sterben! Und der Wahlspruch wird bleiben: Kennen und Können!—
Non scholae, sed vitae discimus! Nicht für die Schule, sondern für das Leben lehren und lernen wir!
Schließlich seien an Geschenken für die Schule aus der großen Zahl noch die bedeutendsten angeführt:
1) Abendroth, Max, Buchhändler: Bilder aus Alt-Frankfurt. 2) Auffarth, Franz, Frankfurt: Homer, Ilias und Odyssee, ill. v. Preller.


