Aufsatz 
Entstehung und äußere Form der romantischen Bearbeitung der Sage von "Flore und Blanscheflur" durch Sophie Bernhardi
(geb. Tieck)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

49

Dem deulschen Studenten-Krankenverein gehörten in diesem Schuljahre 33 Schüler der Anstalt an. 27 Schülern wurden Anweisungen(darunter 9 zahnärztliche) auf unentgeltliche ärztliche Behandlung ausgestellt, I Schüler unterzog sich einer Rachenmandeloperation, 1 Schüler erhielt eine Brille, I Schüler 36 K für einen orthopädischen Turnkurs, I Schüler wurde auf Ver- einskosten im Ferienheim zu Groß-Ullersdorf untergebracht. Der Beitritt zu diesem Vereine (Jahresbeitrag mindestens 2 K) wird allen Kreisen, insbesondere aber den Eltern bemittelter Schüler, auf das wärmste anempfohlen. Unbemittelte Schüler können sich durch Zahlung von 2 K jährlich das Anrecht auf die Wohltaten des Vereines erwerben.(Anmeldungen bei Prof. Pflüger.)

Die Direktion spricht allen Wohltätern der Schüler den wärmsten Dank aus und bittet um ferneres Wohlwollen. 4

VII. Religiöse Übungen.

Die religiösen Übungen fanden in der vorgeschriebenen Weise statt. Das Schuljahr wurde mit einem Festgottesdienste eröffnet und geschlossen. Die katholischen Schüler wohnten an Sonn- und Feiertagen der heiligen Messe und Exhorte, am 4. Oktober dem Festgottesdienste anläßlich des Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers und am 19. November dem Gedächtnis- gottesdienste aus Anlaß des Namensfestes weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth bei*). Die österlichen Exerzizien wurden am I., 2. und 3. April abgehalten. Dreimal empfingen die katholischen Schüler das hl. Sakrament der Buße und das hl. Sakrament des Altars(siehe Chronik), am Fronleichnamsfeste beteiligten sie sich an der feierlichen Prozession.

Die evangelischen Schüler besuchten den Sonntagsgottesdienst und den Gottesdienst am Anfange des Schuljahres sowie am Reformationsfeste in der Christuskirche.

Die israelitischen Schüler nahmen am Sabbat, an den Feier-, Fest- und Gedächtnistagen am Gottesdienste im Tempel teil.

VIII. Pflege körperlicher UÜbungen.

a) Das Schlittschuhlaufen konnte im heurigen Winter recht eifrig betrieben werden (56%). Der löbl. Brünner Eislaufverein gewährte für die Benützung seiner Eisbahn im Augarten die bisherige Preisermäßigung und stellte auch Freikarten zur Verfügung. Zur Pflege des sonstigen Wintersportes Rodeln und Skifahren war infolge der ungünstigen Schnee- verhältnisse wenig Gelegenheit geboten.

b) Die Jugendspiele fanden unter der Leitung des Turnlehrers Max Degner, der ab und zu vom suppl. Lehrer Ferd. Krohmer unterstützt wurde, auf dem Spielplatze im Schulhofe statt. Es spielten Montag von 5 6/ die 4. Klasse; Dienstag von 4 55 die 2. Klasse, von 5 6⁄½ die 1. Klasse; Mittwoch von 4 6⁵ die 5. 7. Klasse; Donnerstag von 5 65 die 3. Klasse; Samstag von 4 6/h die 1I. 4. Klasse. Sehr zahlreicher Benützung erfreute sich der Tennis- platz der Anstalt. Die Beteiligung an den Jugendspielen ist aus folgender Tabelle ersichtlich:

*) Der Gottesdienst wird im Anstaltsgebäude abgehalten. Zur Anschaffung der kirchlichen Einrichtungsgegenstände stellte der h. mähr. Landesausschuß in munifizenter Weise einen Betrag von 1200 K der Direktion der Schule zur Verfügung. Überdies kamen dem Ver- walter der Altarnische folgende wertvolle Geschenke zu: I Altarmappe aus feiner Leinwand mit Spitzen(Frau Julie Wittrich), I gesticktes Antipendium aus Filetstoff(Frau Hedwig Brüll), 1 Antipendium aus Filetstoff mit Stickerei(Frau Johanna Swoboda), I Vespertuch aus Moiré (Frau W. Weeber), Wachskerzen, Blumen, Lampen etc.(die Herren v. Mosing, Huber, Maschek, Vybiral und die Frauen Drapal, Franzl, Janaéek, Pampusch). An Geldspenden zur Ausschmückung des Altares liefen ein: von Frau Julie Wittrich 30 K, den Herren Heinrich Storek 20 K, Al. Smetana 10 K, Johann Rösser 10 K, Peter Kos 8 K und Frau Schuberth 2 K.

Für alle Spenden sei auch an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt.