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IIa. Cl. 3 St. Alte Geographie und Geschichte von Italien. Wiederholung der neueren Geographie von Deutschland und der neueren Geschichte.
Hillebrand.
I. Cl. 3 St. Im Sommer 1872 und Winter 1872/73: neuere Geschichte; im Sommer 1873: mittlere Ge- schichte bis zur Zeit der salischen Kaiser. Daneben beständige Repetitionen aus den übrigen Theilen der Geschichte mit Berüobsiehtigung der Geographie.
Ebhardt.
5. Philoſophiſche Propädeutik und Rodegetik.
I. Cl. 1 St. Psychologie und Logik. Wesen, Zweck und Bedeutung des akademischen Studiums. Schmitt.
c. Kunstübungen. 1. KRalligraphie.
VI. Cl. 3 St. Einübung der deutschen und lateini- schen Alphabete; Anwendung der eingeübten Buch- staben.
V. Cl. 3 St. Fortgesetzte Schreibübungen in dersel- ben Weise und Uebungen in der griechischen Schrift.
Sauer. 2. Zeichnen. a. öffentlich.
VI. Cl. 2 St. Die Elemente des Freihandzeichnens. Einfache grad- und krummlinige Figuren in bestimm- ten Massen nach Vorzeichnung an der Wandtafel und mündlichen Angaben. Leichte Ornamentenumrisse.
V. Cl. 2 St. Die einfach gekrümmten geschlossenen Curven. Architektonische Bogen und Details, Blatt- und. Fruchtformen, Ornamente. Nach Vorzeichnung an der Wandtafel und nach Vorlagen. Zeichnen nach einfachen Modellen und Uebung im Schraffron und Anlegen des Schattens.
IV. Cl. 2 St. Ornamente, Blumen-, Obst-, leichte Thieeesiohaungon nach Vorlagen. Geometrische und perspectivische Darstellung einfacher Modelle und Ge-
genstände nach der Natur und nach Angabe. Die wichtigsten Gesetze aus der Licht- und Schattenlehre.
b. priyatim.
2 St. 7 Schüler. Ausgeführte ornamentale Zeichnun- gen. Kopf-, Thier- und Landschaftszeichnungen. Aus- geführte geometrische ünd perspectivische Darstellungen von Gegenständen. Brückel.
3. Geſang.
VI. und V. Cl. 2 St. Gehör- und Treffübungen und Theorie, nach der Gesangschule von Widmann. Ein- übung ein- und zweistimmiger Lieder, sowie der Sopran- stimmen zu den Gesängen für den gemischten Chor;
Choräle.
IV. und III. Cl. 2 St. Einübung der gbräuchlich- sten Choräle und der einzelnen Stimmen zu den vierstimmigen Gesängen. Fortgesetzte Treffübungen nebst der nöthigen Theorie. Ausserdem Gesangproben mit dem ganzen vierstimmigen gemischten Chor von Schülern aus allen Classen. Sauer.
d. Körperliche Uebungen.
1. Turnen. 8 Stunden mit den verschiedenen Clas-
sen; Freiübungen, Gerüst- und Gerätheturnen. Brückel.
2. Tanzunterricht, der in einem zum Gymnasium ge- hörigen Local und nur im Winter ertheilt wird, nah- men 12 Schüler bei dom Tanzlehrer Herrn Liebich.
3. Baden und Schwimmen ist den Schülern nur auf der Bade- und Schwimmanstalt des Gymnasiums er- laubt, die unter der speziellen Aufsicht und Leitung des früheren Feldwebels und Militär-Schwimmlehrers, jetzigen Gymnasialpedellen Weinbrenner, steht. Dieser wird in den für das Baden und Schwimmen bestimmten Stunden noch von einem des Schwimmens kundigen Manne unterstützt.
4. Schlittſchuhlaufen und andere Belustigungen auf dem Eise werden auch von der Anstalt in der Weise berücksichtigt, dass das Eis jedesmal, bevor es von den Schülern betreten werden darf, untersucht wird.
B. Chronik des Gymnasiums.
(1872.) Donnerstag den 21. März öffentliche Prüfung in der Aula des Gymnasiums. Freitag den 22. März Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Entlassung der Abiturienten.(Vgl. das vorjährige Programm S. 39.) Samstag den 6. April Aufnahmeprüfung und Montag darauf Eröffnung des neuen Schuljahres durch eine allgemeine Versammlung in der Aula.


