Aufsatz 
Die Lehre Epiktet's nach seinem Manual entwickelt / von Friedrich Spangenberg
Entstehung
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2. Geſang. Im S. u. W. 4 St. w., nach verſchiedenen Abtheilungen. Cantor Weikert.

3. Zeichenunterricht. Im S. u. W. Mittwochs und Sonnabends von 2 4 Uhr in der Zeichenakademie.

4. Gymnaſtiſche Uebungen. Im S. Dienſtags und Freitags von 6 8 Uhr, ſpäter von 5 7 Uhr unter der Aufſicht und Leitung des Schreibl. Zimmermann und des W. Linck.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Der Sommerlehrgang im Schuljahr 184, wurde am 1. Mai, wie gewöhnlich, mit einer Anſprache an die Schuler und Vorleſung der Geſetze eröffnet und den 27. September geſchloſſen.

Durch einen Beſchluß Kurfürſtlichen Miniſteriums des Innern vom 26. April 1848 wurden die Directoren ſämmtlicher Gymnaſien des Landes aufgefordert, mit ihren Lehrercollegien über den Zuſtand der Gymnaſien, die etwa nöthigen Reformen, ſowohl in Beziehung auf den Gymnaſial⸗ organismus überhaupt, als in Beziehung auf die beſonderen Einrichtungen, den Lehrſtoff, die Lehrmethode ꝛc. in Berathung zu treten, und über die ausgeſprochenen Anſichten und Wunſche zu berichten.

Eine allerhöchſte Entſchließung ward durch ein Miniſterialreſcript vom 13. Juni 1848 mitge⸗ theilt, wonach der Praktikant bei dem hieſigen Gymnaſium, Dr. Karl Heräus, in gleicher Eigen⸗ ſchaft bei dem Gymnaſium zu Caſſel zugelaſſen wurde. Gleichzeitig ward zufolge allerhöchſter Entſchließung vom 13. Juni 1848 die Zulaſſung des Candidaten der Philologie Friedrich Span⸗ genberg aus Hanau als Praktikanten bei dem Gymnaſium dahier genehmigt. Derſelbe ubernahm

nach der zu ſeiner Beſchäftigung getroffenen Anordnung den Unterricht in der Geſchichte für Tertia, ſowie in der lateiniſchen Grammatik und den Erercitien für Quarta.

Aus ſeinem Leben verdient folgendes erwähnt zu werden: Geboren zu Hanau am 27. Juni 1825 beſuchte er das hieſige Gymnaſium und bezog zu Oſtern 1844 nach beſtandener Maturitäts⸗ prüͤfung die Univerſität Marburg, wo er ſich unter Bergk, Rubino, Cäſar, von Sybel, Rehm und Bayrhoffer dem Studium der claſſiſchen Philologie und der neuern Sprachen, wie der Phi⸗ loſophie und Geſchichte widmete. Nachdem er daſelbſt im November 1847 die philologiſche Prü⸗ fung beſtanden hatte, kehrte er in ſeine Vaterſtadt zurück und beſchäftigte ſich privatiſtrend bis zum Juni 1848 mit philologiſchen und philoſophiſchen Studien.

Die Sommerferien dauerten vom 3. bis zum 24. Juli.

Durch eine allerhöchſte Entſchließung vom 10. Juli 1848 ward der außerordentliche Lehrer der franzöſiſchen Sprache, Heinrich Horn, auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt und hierauf die einſtweilige Ertheilung des Unterrichts in der franzöſiſchen Sprache durch einen Be⸗ ſchluß Kurfürſtlichen Miniſteriums des Innern vom 19. Auguſt 1848 dem Praktikanten Dr. Rein⸗

hard Suchier ubertragen.