Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte der Stadt Worms / von F. Soldan
Entstehung
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wird ſein verplichener Cörper nechſtkommenden Dinſtag Chriſtlich zur Erde beſtellet werden.

Ob nun dieſes ſchon keine annehmlige Zeitung, ſo habe doch weil einem Hoch⸗Edl. Rath daran gelegen, ein ſolches ſo balden zuberichten rathſam und meine Schuldigkeit zu ſeyn, erachtet. Es iſt einer ſamptligen Bürgerſchafft alhir, bey ſo gefährligen Zeiten ein harter und ſchädlicher Fall; weil Ihme alles bekannt, und Er ſich der Sachen recht ernſtlich angenommen. Er hat in Dinſt der Burger ſein junges Leben aufgeopfert, ſeinen Kindern nicht zu geringem Schaden. Es iſt höchſt nöthig, daß Ein Hoch-Edler Rath, welcher es auch ohn mein Erinnerung ſorgfältig thun wird, nechſtens ein ander Subjectum an deſſen Stelle beſtelle. Sonſt möchten unſere zum theil widrigen Gemüter die Strick wider zer⸗ reiſſen, und den Zaum des Gehorſams, welchen H. Wagner ſeel. privatim, ich publice in predigten,(doch ohn Ruhm) durch ernſtlige und nachtrückliche Remonstrationes angeleget, wider abſtreiffen; Es wird aber hir ſchwerlich Jemand darzu entweder qualificirt ſeyn, oder ſich deſſen unterfangen. Gott gebe, daß unſere ſamptlige liebe Obrigkeit bald möge hir ſicher wohnen können, daß obiges nicht vonnöthen. Ich recommendire mich einem HochEdl. Rath. abſonderlich Meinem hochgeehrten Herrn Stättmeiſter, empfehle uns Gott und bin beſtändig und ſchuldig

Meines Hochzuehrenden Herrn

Stättmeiſters. Gebets⸗ und dienſtergeben⸗ Worms den 16t. Nov. ſchuldigſter st. v. 1691. Conradus Textor. P.§.

E. Hoch⸗ geehrter Herr Stättmeiſter ꝛc. Beykommendes habe ſo bald nach dem Todtesfall Hn. Wageners geſchriben, umb ſolches E. HochEdlen Rath zu berichten, weil ſich aber bißher keine Gelegenheit präsentiret, iſts biß auf dieſe Poſt ligen blieben. Dieſer Fall truckt uns hir; und iſt ja abermahl eine Straffe Gottes. Viel ſind hir, die dem Mann für ſeine groſſe