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Gewiſſen distribuiren; will auch dinſtlich dabey gebeten haben, der Hirten nicht zu vergeſſen, in deme mann löblich für die Schaffe ſorget, in Erwegung ſich die Herde ohne Hirten noch mehr würde zerſtreuen. Die Anfechtung lehret nun aufs Wort mercken, und wird ein viel gröſſerer Eiffer und Andacht erzeiget alß zu Worms, da wir wie die außgemeſtete Kühe in dem fetten Klehe gangen und mehr zertreten alß genoſſen. Ich war Sinneß eine Reiß nacher Franckfurt zu thun und bey Meinen Hochgeehrten Herrn mich deßwegen anzumelden, weilen aber die böſe Seuche der Dysenterie je mehr und mehr einreiſſet, wie den heint Hn. Wandeßlebens Geſell ſich hart und ſchnell daran legen müſſen, kann ich Gewiſſens- halben nicht weichen, bin auch per Dei Gratiam entſchloſſen bey der zerſtreueten Gemein zu halten und lieb und leid mit ihr außzuſtehen, wiewohl es hart gehet auf dem Stroh zu ligen, ſparſam zu eſſen, und ohne Bücher zu ſtudiren, wie mich denn mein Beruff und Gewiſſen darzu verbindet; und hoffe ich bald auf dem Steinhauffen zu Worms zu predigen. Gott gebe nur denen Teulthſchen dermahleins einen glücklichen und ſchleunigen Übergang, Uns aber chriſtliche Gelaſſenheit, daßjenige mit Gedult zu leyden, waß der Gott⸗vätterlichen Providentz, wegen unſerer Sünden, doch zu unſerm beſten, über uns hat wollen verhängen, Er wolle auch erwünſchte Harmoni und Einigkeit unter⸗ oberen und undern erhalten, und ſonderlich dem Ehr⸗geitz und Eigen⸗nutz⸗Teuffel, der zu Worms gar geſchäfftig geweſen, kräfftig⸗ lich ſteuren, dan er keinen groſſen Schaden thue. Der Herr ſchelte Dich Sothom, der du das Wormſiſche Iſrael wilt verwiren! Amen!
Lampertheim, in unſerm Tomi od. Pella, wohin uns der H. geführet und bißhero erhalten.
den 22. junij 1869.
Meinen hoch⸗geehrten Herrn Gebets⸗ und dinſt⸗ſchuldigſter C. Textor. Exul. P. S.
In deme ich dieſen Briff ſchliſſe, ſihet man zu Worms ein
groß Feuer auf der Fiſcherweyd, entweder iſt es die Fiſcherweyd⸗


