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Hand vor der Brust eine Kirchenfaçade, woran Romanisches und Gotisches gemischt ist.
Friedberger Stadtkirche.
Türme: zwei, im Westen, vorspringend, auffallend stark(Verbot König Ruprechts!), der nördliche fünf Stockwerke, der südliche ein und einhalb, in ihrem unteren Stockwerk spitzbogige Hallen bildend mit Kreuzgewölben; vier Treppentürme: zwei fünfseitige hinter den Haupt-
türmen, zwei achteckige am Querhaus.
Portale: Hauptportal an der Westscite, spitzbogig, über dem Portal spitzbogiges Maßwerkfenster. Statue der Schutzpatronin der Kirche. Auf der Südseite reich ausgestattetes frühgotisches Portal mit spätgotischer Wandung um die Offnung. Im Giebelfeld die Kreuzigungsgruppe mit Spitzbogen umrahmt, dessen Inneres mit Blattwerk verziert ist, der Giebel mit Kreuzblumen, Fialen und phantastischen Tierkörpern;
ein einfaches Portal aus dem 16. Jahrhundert auf der Nordseite.
Langseite: je fünf Strebepfeiler in vier übereinander zurück- weichende Teile gegliedert; bekrönt mit kurzen Fialen, an deren Vorder- seiten Wasserspeier; durchbrochene Maßwerkgallerie mit Vierpassen.
Chor: aus fünf Seiten des Achtecks gebildet, einschiffig, von hohen, spitzbogigen Fenstern durchbrochen.
Langhaus: dreischiffig, sechs Joche, die vier östlichen Pſeiler rund, die andern achteckig; die Kapitäle der Pfeiler kelchförmig, mit einem Ring vom Schafte getrennt, mit profilierter Platte überdeckt, Blattformen an Eichen- und Traubenblatt gemahnend oder rosettenartig mit Stil aufwachsend.
Querhaus: einschiffig, aus drei Quadraten bestehend, das mittlere nach Westen durch einen spätgotischen Lettner abgeschlossen. Im Innern noch die gemalten Glasfenster, einige alte Gemälde und das als Fiale gestaltete von einem sechseckigen Pfosten getragene Sakramentshäuschen beachtenswert.
Die Johanniterkirche in Niederweisel zeigt romanischen Stil, doch lassen die Anordnung der Spitzbogen bei den Gurtbogen in den Seitenschiffen, die Knospenkapitäle u. a. die UÜbergangszeit zum gotischen Stil erkennen.(Die Johanniter werden zu Niederweisel 1245 zuerst er- wähnt; älter dürfte die Kirche kaum sein). Sie ist eine der wenigen Doppelkirchen, die wir unter den Langbauten in Deutschland besitzen.
Die Unterkirche ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Vorhalle und drei Apsiden. Das Langhaus ist vierjochig mit entsprechenden Pilastern an den Mauern. Oberkirche vermutlich für die Kranken bestimmt mit der Unterkirche durch drei Offnungen in der Zwischendecke verbunden.


