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Die Erbschaft umfaßte die Herrschaften Münzenberg, Assenheim, Hain in der Dreieich, Babenhausen und Königstein, über hundert Ort- schaften, darunter Grüningen, Lich, Hungen, Laubach, Butzbach, Nauheim.
Die Hauptmasse vereinigten die Falkensteiner, deren neues Schloß bei Königstein im Taunus stand, in ihren Besitz; sie wurden so eines der mächtigsten Dynastengeschlechtes und erhielten mit Münzenberg auch die Vogtei über das große Waldgebiet der Dreieich zwischen Mainz— Aschaffenburg und Darmstadt— Frankfurt; ein Sechstel kam an die Grafen von Hanau, so Nauheim(1736 an Hanau-Hessen-Kassel). Mit dem Tode Werners III. von Falkenstein, Erzbischofs von Trier, erlosch 1418 auch das Geschlecht derer von Falkenstein. Als Erben treten auf die von Sayn, von Virneburg, von Isenburg, von Solms und von Eppstein, die wieder verschiedentlich unter sich tauschen und teilen. So erhielt Solms die Gebiete von Hungen, Laubach, Lich; Oberwöllstadt, Bruchenbrücken, Niederrosbach kamen 1433 an Isenburg; Niederwöllstadt, Bauernheim, Ossenheim, Fauerbach an das Haus Sayn; 1436 gab Isenburg Ober- wöllstadt an Eppstein; der Sayn'sche Anteil an der Falkensteiner Erb- schaft kam nach einigen Wanderungen an die Linie Solms-Rödelheim. Die von Eppstein hatten etwa ein Drittel der Falkenstein'schen Erbschaft erhalten; sie bilden zwei Linien: Eppstein-Münzenberg und Eppstein- Königstein; 1522 starb die Linie Eppstein-Münzenberg aus mit Gott- fried X.; dieser hatte 1478 Ziegenberg, Langenhain, Ostheim, Hochweisel, Münster, Fauerbach und ein Viertel der Stadt Butzbach an Philipp, den letzten Grafen von Katzenellenbogen, verkauft, von dem diese Orte auf seinen Schwiegersohn und Erben, Landgrafen Heinrich III. von Hessen, übergingen; 1535 erlosch auch die Eppstein-Königstein'sche Linie; ihre Besitzungen gingen an die von Stolberg über.
Die Stolberg verkauften ihre Hoheitsrechte über Dorheim, Schwal- heim und Rödchen 1572 an die Grafen von Hanau, von denen sie 1736 an Hessen-Kassel übergingen. Die Stolberg'sche Familie erlosch 1581. An diesem Punkt wird ein anderer Abschnitt unserer Darstellung einsetzen.
Noch ragt kunstsinnig wieder hergestellt die Burg Münzenberg weit- schauend auf stolzer Höhe ins Land und bildet mit der Burg von Friedberg das Wahrzeichen der Wetterau. Die charakteristischen Bestandteile einer Burganlage: Ringmauer, Bergfried, Palas, Kemenate, Küche, Kapelle, Zwinger, zeigen sich hier in mustergültiger Form.
Andere Burgen sind zerfallen, aut den Trümmern erstanden neue Schlösser: zu Assenheim, Büdingen, Ortenberg, Hungen, Lich, Bingenheim, Ziegenberg usw. Verschwunden, völlig oder bis auf geringe Reste, die zum teil in neuere Gebäude eingebaut wurden, sind die Burgen zu Staden, Melbach, Ockstadt, Cleen u. a. Die Burg zu Friedberg wird am


