Aufsatz 
Eigil's Leben des hl. Sturmius : Übersetzung und Anmerkungen ; Zweite Abteilung
Entstehung
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Von Kurfürſtlichem Miniſterium wurden uns auch in dem ablaufenden Schuljahre eine große Anzahl von Programmen und Gelegenheitsſchriften der Gelehrtenſchulen derjenigen deutſchen Staaten, mit welchen Kurheſſen im Programmentauſche ſteht, und von der Landesuniverſität Marburg die ſämmtlichen in dem verfloſſenen Jahre bei derſelben erſchienenen akademiſchen Schriften zugeſandt. Außerdem erhielt die Gym⸗ naſialbibliothek von Herrn Staatsrath Dr. Adelmann in Dorpat, Herrn Oberſtlieutenant von Apell hieſelbſt, Herrn Dechant Mehler in Fritzlar, Herrn Seminar⸗Director Pfiſter hieſelbſt, Herrn Gymna⸗ ſiallebrer Dr. Schell in Krakau und Herrn Gymnaſiallehrer Schmittdiel hieſelbſt Geſchenke, für welche wir hier unſeren verbindlichſten Dank abzuſtatten nicht verfehlen.

Wie in den früheren Jahren beſorgte die Geſchäfte des Bibliothekars und die Aufſicht über den Ap⸗ parat für den geograxhiſchen Unterricht der Gymnaſiallehrer Dr. Weismann, die Aufſicht über das phyſi⸗ caliſche Cabinet, die Naturalienſammlungen und die übrigen Lehrmittel für den naturwiſſenſchaftlichen Un⸗ terricht der Gymnaſiallehrer Dr. Gies.

5. Stipendien und Beneſicien.

Das Staatsſtipendium im Geſammtbetrage von 75 Gulden wurde zu je 25 Gulden dem Ober⸗ primaner Conſtantin Walter, dem Unterprimaner Joſeph Lammeier und dem Oberſecundaner Martin Scheling; das Och'ſche Stipendium im Geſammtbetrage zu 90 Gulden zu je 10 Gulden dem Oberſecundaner Franz Joſeph Urf, den Obertertianern Valentin Werner und Joſeph Wiegand, den Untertertianern Joſeph Deſchauer, Conſtantin Güth, Heinrich Neuß, Theodor Rübſam und Heinrich Wieſer und dem Quartaner Johann Kircher; das Haberſack'ſche Stipendium im Geſammtbetrage von 24 Gulden zu je 12 Gulden dem Unterprimaner Johann Modeſt und dem Oberſecundaner Ferdinand Claus; das Wehner'ſche Stipendium im Geſammtbetrage von 24 Gulden zu je 12 Gulden dem Oberſecundaner Konrad Müller und dem Unterſecundaner Ju⸗ lius Enders zuerkannt.

Durch die Gnade Kurfürſtlichen Miniſteriums erfreuten ſich 13 dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums der Wohlthat des freien Unterrichts und 19 anderen wurde von der Verwaltungscommiſſion das Schulgeld erlaſſen. Außerdem wurden den dürftigen Schülern die erforderlichen Schulbücher aus der zu dieſem Zwecke beſtimmten Bibliothek des Gymnaſiums leihweiſe zum Gebrauche übergeben. Auch bethätigten wieder in dem verfloſſenen Schuljahre viele Einwohner der Stadt, durch Gewährung von Freitiſchen und anderen Unterſtützungen an dürftige Schüler, ihre menſchenfreundliche Geſinnung, für welche ihnen das Gym naſium zu dem wärmſten Dank verpflichtet bleibt.

Überdies wurde auch in dem verfloſſenen Herbſte wieder von den Herrn Domdechant und Generalvicar Hohmann, Nentmeiſter Kriſch, Hofapotheker Rullmann, Inſpector Wendel und Medicinalrath Dr. Wiegand im Kreiſe wohlthätiger Freunde des Gymnaſiums, zur Unterſtützung unbemittelter und würdiger Zöglinge desſelben, eine Sammlung veranſtaltet, deren Ergebniß auch jetzt wieder ein ſo erfreuliches war, daß von dem Ertrage derſelben die Summe von 70 Gulden ſogleich zur Unterſtützung von Schülern der bezeichneten Art verwendet und überdies die im Herbſte 1852 begründeteWohlthäter⸗Stiftung für dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda um die Summe von 49 Gulden 45 Kreuzer vermehrt werden konnte. Von der genannten Summe von 70 Gulden wurden fünf dürftigen Schülern des Gym⸗ naſiums, welche von dem Lehrercollegium als durch untadelhaftes Betragen, Fleiß und Fähigkeiten dieſer Wohlthat beſonders würdig bezeichnet worden waren, und zwar einem Oberſecundaner, zwei Unterſecundanern